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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Daf&#252;r wurde nicht gestreikt!</title>
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		<description>&lt;p&gt;EUTSCHE POST: Vier Wochen Ausstand bei der Post AG wurden von der Gewerkschaftsf&#252;hrung schlicht abges&#228;gt. Das Ergebnis war katastrophal. Doch die Wut &#252;ber den Ausverkauf des Streiks unter den KollegInnen ist gro&#223;.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa-del-Este" rel="tag"&gt;Europa del Este&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH85/arton9115-de479.jpg?1694298737' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='85' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// DEUTSCHE POST: Vier Wochen Ausstand bei der Post AG wurden von der Gewerkschaftsf&#252;hrung schlicht abges&#228;gt. Das Ergebnis war katastrophal. Doch die Wut &#252;ber den Ausverkauf des Streiks unter den KollegInnen ist gro&#223;. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#204;ber 30.000 Besch&#228;ftigte der Post AG beteiligten sich in den letzten vier Wochen am Vollstreik. Allein in Berlin und Brandenburg waren es rund 2.500 ZustellerInnen. Die zentralen Forderungen von ver.di waren 5,5 Prozent mehr Lohn, eine Arbeitszeitsverk&#252;rzung, sowie die Wiedereingliederung der DHL Delivery GmbHs in den Haustarifvertrag des Mutterkonzerns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Davon ist allerdings nach dem Abschluss der Verhandlungen nicht mehr viel zu sehen. Keine Arbeitszeitverk&#252;rzung, die Ausgliederung der Subunternehmen bleibt bestehen und die Reall&#246;hne steigen durch die &#8220;Lohnerh&#246;hungen&#8221; faktisch nicht an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ihre Interessen und unsere&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verhandlungsf&#252;hrerin von ver.di, Andrea Koscis, zeigt sich zufrieden mit diesem Ausgang. Schon w&#228;hrend des Streiks offenbarte die F&#252;hrung, dass sie nicht den Willen hatte, alle Forderungen durchzusetzen. So wurde der Streik hier in vielen Teilen des Landes, darunter Berlin, unheimlich passiv gef&#252;hrt. Gerade einmal zwei Demonstrationen in vier Wochen und eine einzige, kurze &#8220;Streikversammlung&#8221; pro Woche, auf der sich die KollegInnen von den B&#252;rokratInnen berieseln lassen mussten. Selbst das Wort ergreifen durften sie nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei hatte ver.di immer wieder die Bedeutung dieses Ausstands betont. Besonders die Ausgliederung von 6.500 KollegInnen in die Subunternehmen, in denen lediglich der schlechtere Tarifvertrag der Logistikbranche gilt, wurde immer wieder skandalisiert, praktisch aber nicht angegriffen. Auch der Einsatz von BeamtInnen und LeiharbeiterInnen als StreikbrecherInnen durch die Post AG blieb von ver.di unbeantwortet. Nur auf Initiative von aktiven Basismitgliedern gab es Streikposten, die h&#228;tten versuchen k&#246;nnen, die StreikbrecherInnen zumindest kurzzeitig am Betreten des Arbeitsplatzes zu hindern. Die Zusammenf&#252;hrung des Poststreiks mit dem aktuellen Streik bei Amazon &#8211; einem der gr&#246;&#223;ten Kunden der Post &#8211; wurde trotz der Forderung von BasisaktivistInnen &#252;ber symbolische Aktionen in Bad Hersfeld hinaus nicht vorangetrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das alles waren allerdings keine Fehler der B&#252;rokratie, sondern politisches Kalk&#252;l. Durch den Tarifabschluss wurde die Spaltung der Belegschaft keineswegs beendet, sondern die Post kann weiter nach eigenem Ermessen befristete KollegInnen entfristen oder eben auch nicht. Viele KollegInnen drohen nach diesem Ergebnis mit dem Austritt aus der Gewerkschaft. Doch das scheint ver.di wenig zu interessieren. Sie opfern lieber die Interessen der KollegInnen aus den Subunternehmen f&#252;r ihre sozialpartnerschaftliche Politik mit der Post AG, die Voraussetzung f&#252;r die Wahrung ihrer eigenen Privilegien als Funktion&#228;rInnen ist. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 32 Monaten, d.h. in dieser Zeit darf nicht gestreikt werden. Diese sogenannte Friedenspflicht verkommt aber schon jetzt zur Farce. Angriffe auf die PostlerInnen in Berlin und Brandenburg gehen bereits kurz nach Ende des Streiks unvermittelt weiter. In einigen Verteilzentren m&#252;ssen Besch&#228;ftigte diese Woche nun &#204;berstunden schieben, um die angestaute Arbeit durchzuf&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&#252;r den Aufbau klassenk&#228;mpferischer, antib&#252;rokratischer Basisgruppen&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch viele KollegInnen wollen sich das nicht mehr gefallen lassen. An vielen Orten gab es inoffizielle Abstimmungen &#252;ber den Ausgang dieses Streiks. Eine &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Besch&#228;ftigten sprach sich dabei gegen dieses Ergebnis aus. Da dieser Streik jedoch noch nicht von Besch&#228;ftigten demokratisch durch Abstimmung begonnen worden ist, brauchte es auch keine Abstimmung &#252;ber das Ende dieses Streiks. Die ver.di-B&#252;rokratie ignoriert einfach die Meinung ihrer Mitglieder. Dennoch sind sie Ausdruck der Wut der KollegInnen auf die Post AG und die eigene Gewerkschaftsf&#252;hrung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Internet zirkuliert deshalb auch eine von Besch&#228;ftigten initiierte Petition, die in k&#252;rzester Zeit mehrere hundert Unterschriften sammeln konnte und die unter anderem eine sofortige Urabstimmung &#252;ber den Tarifabschluss sowie den R&#252;cktritt der Verhandlungsdelegation und der Tarifkommission fordert. Dar&#252;ber hinaus w&#228;re es notwendig, Konferenzen durchzusetzen, in denen die Streikenden &#252;ber das Ergebnis abstimmen und Delegierte zu einer bundesweiten Streikkonferenz w&#228;hlen k&#246;nnen, die demokratisch &#252;ber die Weiterf&#252;hrung des Streiks entscheidet. Ginge es nach den KollegInnen, ist klar: Es muss weiter gestreikt werden, um die Zersplitterung der Post und die zunehmende Prekarisierung zur&#252;ckzuschlagen. Deshalb ist es notwendig mit diesen KollegInnen weiter zu k&#228;mpfen und klassenk&#228;mpferische, antib&#252;rokratische Basisgruppen aufzubauen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Rotnasen wehren sich!</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Rotnasen-wehren-sich</link>
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		<dc:date>2015-06-25T11:53:00Z</dc:date>
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		<description>&lt;p&gt;// AMAZON: Mit dem n&#228;chsten Gerichtstermin bekam die Entfristungskampagne f&#252;r die Besch&#228;ftigten einen weiteren Schub. W&#228;hrend sich in Brandenburg die KollegInnen vor Gericht gegen die Befristungen wehrten, traten die KollegInnen in Bad Hersfeld in den n&#228;chsten Streik. //&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH83/arton9106-0dc0b.jpg?1694298737' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='83' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// AMAZON: Mit dem n&#228;chsten Gerichtstermin bekam die Entfristungskampagne f&#252;r die Besch&#228;ftigten einen weiteren Schub. W&#228;hrend sich in Brandenburg die KollegInnen vor Gericht gegen die Befristungen wehrten, traten die KollegInnen in Bad Hersfeld in den n&#228;chsten Streik. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am gestrigen Mittwoch zeigten sich &#252;ber 30 Menschen solidarisch mit vier ehemaligen Betriebsr&#228;ten von Amazon, deren Vertr&#228;ge im Dezember bzw. Januar ausgelaufen waren und die nun auf ihre Weiterbesch&#228;ftigung klagen. Darunter waren viele Studierende, ver.di-Funktion&#228;rInnen, aber auch unbefristete KollegInnen von Amazon und ein Kollege von der Berliner Verkehrs Gesellschaft (BVG). Die Verhandlung fand am Arbeitsgericht in Brandenburg an der Havel statt, vor dem der Berliner Solidarit&#228;tskreis mit den Besch&#228;ftigten bei Amazon mit einer Kundgebung die Arbeitsbedingungen und das Gesch&#228;ftsmodell Amazon mit verschiedenen Redebeitr&#228;gen skandalisierten. Thematisiert wurde immer wieder die gewerkschaftsfeindliche Praxis des Konzerns, der sich bis heute nicht auf Tarifverhandlungen einl&#228;sst und Gewerkschaftsmitglieder gezielt benachteiligt.&lt;br class='autobr' /&gt;
Mit dabei waren auch internationale Studierende der Hochschule f&#252;r Wirtschaft und Recht (HWR), die die Notwendigkeit internationaler Solidarit&#228;t unter ArbeiterInnen hervorhoben. Solidarische Gru&#223;worte erreichten uns vom Solidarit&#228;tskreis aus Leipzig, von ArbeiterInnen aus dem Amazon-Werk in Poznan in Polen und von den KollegInnen aus Bad Hersfeld, die seit Wochen immer wieder Streiks treten und das auch gestern wieder in beeindruckender Art und Weise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gro&#223;e Solidarit&#228;t&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Rolle des deutschen Staates, der durch das Teilzeit- und befristungsgesetz (TzBfG) diese Befristungspraxis &#252;berhaupt erst m&#246;glich machte, war ein Thema. Denn dadurch werden sog. sachgrundlose Befristungen innerhalb der ersten zwei Jahre im Betrieb erlaubt und erm&#246;glichen damit den KapitalistInnen, die ArbeiterInnen de facto ein. und auszuwechseln. Diese Praxis, sonst &#8222;Normalit&#228;t&#8220; am deutschen Arbeitsmarkt, verdient schon an sich eine Skandalisierung und genau das taten die klagenden KollegInnen. Sie politisierten bewusst diesen sonst in aller Ruhe und Stille verlaufen juristischen Fall und erreichten damit gro&#223;e Aufmerksamkeit.&lt;br class='autobr' /&gt;
Aufmerksamkeit f&#252;r etwas, was f&#252;r die Seite der KapitalistInnen blo&#223; eine reine formalia darstellt, f&#252;r die Besch&#228;ftigten jedoch der Sturz in die Arbeitslosigkeit und die Armut bedeutet. In ersterer Hinsicht argumentierten auch die JuristInnen von Amazon und der Personalchef &#8211; v&#246;llig blind f&#252;r die Interessen der Besch&#228;ftigen. Noch dazu kam einmal mehr heraus, wie frech die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung im Betrieb versucht, KollegInnen, die sich gewerkschaftlich engagieren, als &#8222;Rotnasen&#8220; zu diskriminieren und abzustempeln. Lange Zeit wird sie sich wohl auch gedacht haben, dass diese &#8222;Rotnasen&#8220; sich nicht wehren w&#252;rden &#8211; aber es sollte anders kommen, wie man im Gericht sehen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gerichtssaal konnte allein durch die Anwesenheit des Solikreises ein starkes Signal gesetzt werden, indem der Saal &#252;ber den letzten Platz hinaus gef&#252;llt war. Die KollegInnen griffen vor allem den Auswahlprozess an, mit dem die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung die Besch&#228;ftigten nach verschiedenen Kriterien einstuft. Besonders die Beurteilung des Verhaltens der ArbeiterInnen &#246;ffnet den Bossen allerdings T&#252;r und Tor zur Diskriminierung von aktiven Betriebsr&#228;ten. &#8222;Ein &#8221;&#353;ungen&#252;gend' bei Verhalten ist f&#252;r einen Betriebsrat ja eher ein Lob&#8220;, fasste ein Kollege vor Gericht treffend zusammen. Ein anderer Kollege wies auf Nachfrage der Richterin, ob denn M&#246;glichkeiten zur g&#252;tlichen Einigung bestehen w&#252;rden, darauf hin, dass es ihm nicht ums Geld gehe. Er wolle zur&#252;ck in den Betrieb zu seinen KollegInnen, denn nur so ist ihm die Weiterf&#252;hrung seines gew&#228;hlten Mandats als Betriebsrat, das immerhin f&#252;r vier Jahre besteht, m&#246;glich. Schon einen Monat vorher klagte eine ehemalige Betriebsr&#228;tin f&#252;r ihre Weiterbesch&#228;ftigung. Weitere Klagen von KollegInnen, die Ende Juni den Betrieb verlassen m&#252;ssen, sind bereits angek&#252;ndigt, darunter auch wieder aktive Gewerkschaftsmitglieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Unterst&#252;tzung aus anderen Sektoren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klar ist jedoch eins: Auf die Justiz allein d&#252;rfen wir uns nicht verlassen. Die anwendbaren Gesetze sind keineswegs neutral, sondern spiegeln die Klassenverh&#228;ltnisse im b&#252;rgerlichen Staat wider. Die Agenda 2010 und das TzBfG haben die Prekarisierung und das Lohndumping in Deutschland massiv ausgeweitet. Damit wurden die Angriffe auf ArbeiterInnen bei Amazon, aber auch bei der Post AG, an der Charit&#232; usw. erst &#8222;legalisiert&#8220;. Damit wird auch deutlich, dass diese Probleme nicht nur KollegInnen bei Amazon treffen, sondern weit dar&#252;ber hinaus die heutige Arbeitswelt pr&#228;gen. Dagegen regt sich aber seit Monaten Widerstand, sei es bei den Lokf&#252;hrerInnen oder den ErzieherInnen. Seit nunmehr drei Wochen streiken aber auch die Besch&#228;ftigten der Post AG unbefristet gegen die Brechung des Haustarifvertrags, der mit der Privatisierung des Konzerns erm&#246;glicht wurde. Seit Montag befinden sich auch die KollegInnen an der Charit&#232; in einem unbefristeten Streik. Diese Streiks erfahren eine breite Solidarit&#228;t auch untereinander. Auch KollegInnen von Amazon zeigten sich bereits mit anderen Streikenden solidarisch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn auch ihnen ist bewusst: Nur durch eine massive Politisierung ihrer Prozesse in Form von Kampagnen, Aktionen, Solidarit&#228;tsstreiks anderer KollegInnen, letztlich durch die Verbindung aller Streiks k&#246;nnen ihre Forderungen, die Forderungen aller ArbeiterInnen, vollst&#228;ndig durchgesetzt werden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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