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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Der aufstrebende Hegemon</title>
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		<dc:creator>Timsel Sommer </dc:creator>


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		<description>&lt;p&gt;Jedes Jahr im Februar treffen sich die wichtigsten imperialistischen M&#228;chte weltweit in M&#252;nchen zu einer &#8222;Sicher-heitskonferenz&#8220; (SiKo), um ihre milit&#228;rische St&#228;rke zur Schau zu stellen und gegen&#252;ber aufstrebender Regionalm&#228;chte wie Russland oder China die Muskeln spielen zu lassen &#8211; im Namen der &#8222;weltweiten Sicherheit&#8220; und der &#8222;Verteidigung der Demokratie&#8220;. Letztes Jahr stand dieses Schaulaufen der Gro&#223;m&#228;chte unter dem Stern des verbal aggressiver auftretenden deutschen Imperialismus. Insbesondere Bundespr&#228;sident Gauck sch&#252;rte die Kriegsrhetorik dahingehend, dass Deutschland mehr &#8222;Verantwortung&#8220; in der Welt &#252;bernehmen m&#252;sse, um dem gestiegenen Gewicht Deutschlands in der Weltpolitik gerecht zu werden. Dies ist Ausdruck davon, dass der deutsche Imperialismus gest&#228;rkt aus der nun sieben Jahre anhaltenden Wirtschaftskrise hervorgeht.&lt;/p&gt;

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 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH68/arton8884-76cc8.jpg?1696742204' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='68' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Der aufstrebende Hegemon&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;// SICHERHEITSKONFERENZ: Besonders seit der Eurokrise setzt der deutsche Imperialismus seinen Kurs nach mehr &#8222;Verantwortung&#8220; fort. //&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedes Jahr im Februar treffen sich die wichtigsten imperialistischen M&#228;chte weltweit in M&#252;nchen zu einer &#8222;Sicher-heitskonferenz&#8220; (SiKo), um ihre milit&#228;rische St&#228;rke zur Schau zu stellen und gegen&#252;ber aufstrebender Regionalm&#228;chte wie Russland oder China die Muskeln spielen zu lassen &#8211; im Namen der &#8222;weltweiten Sicherheit&#8220; und der &#8222;Verteidigung der Demokratie&#8220;. Letztes Jahr stand dieses Schaulaufen der Gro&#223;m&#228;chte unter dem Stern des verbal aggressiver auftretenden deutschen Imperialismus. Insbesondere Bundespr&#228;sident Gauck sch&#252;rte die Kriegsrhetorik dahingehend, dass Deutschland mehr &#8222;Verantwortung&#8220; in der Welt &#252;bernehmen m&#252;sse, um dem gestiegenen Gewicht Deutschlands in der Weltpolitik gerecht zu werden. Dies ist Ausdruck davon, dass der deutsche Imperialismus gest&#228;rkt aus der nun sieben Jahre anhaltenden Wirtschaftskrise hervorgeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor der diesj&#228;hrigen Sicherheitskonferenz sehen wir erste praktische Schritte zu einem st&#228;rkeren Eingreifen Deutschlands auf der geopolitischen B&#252;hne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neue Interventionen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn der deutsche Imperialismus tritt nicht nur rhetorisch selbstbewusster auf, sondern mischt sich im Ukraine-Konflikt und bei den Interventionen rund um den &#8222;Islamischen Staat&#8220; ein. Auch scheut er nicht mehr davor zur&#252;ck, Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete zu liefern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei konnte das deutsche Kapital besonders im Zuge der Restauration des Kapitalismus in den degenerierten Arbeiter-Innenstaaten seine Einflussbereiche in S&#252;d- und Osteuropa ausweiten. Dadurch sind erst die Troika-Diktate in S&#252;deuropa und die Unterst&#252;tzung der Maidan-Bewegung in der Ukraine m&#246;glich geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dennoch: Der gr&#246;&#223;te Widerspruch des deutschen Imperialismus f&#252;r seine Rolle als europ&#228;ischer Hegemon besteht in der Diskrepanz zwischen seiner wirtschaftlichen St&#228;rke und seiner milit&#228;rischen Schw&#228;che. Daher ist er auf eine milit&#228;rische Kooperation mit Frankreich angewiesen. Zahlreiche Missionen mussten gestoppt werden oder wurden erst gar nicht begonnen. So kann beispielsweise die unter Nato-Mandat durchgef&#252;hrte Operation Patriot an der syrisch-t&#252;rkischen Grenze wegen nicht gen&#252;gend geschulter SoldatInnen nicht fortgesetzt werden. Gleichwohl interveniert der deutsche Imperialismus immer st&#228;rker im Nahen Osten, exemplarisch mit der Waffenbelieferung an die nordirakisch-kurdische Autonomiebeh&#246;rde. (Innenpolitisch dagegen bleibt das Verbot der linken kurdischen Partei PKK weiterhin bestehen.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Einfluss im Osten&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gestiegenen Ambitionen, die durch die relativ st&#228;rkere wirtschaftliche Position Deutschlands vor allem in Europa hervorgerufen wurden, werden besonders im Ukraine-Konflikt deutlich. Deutschland spielt dort eine gewichtige Rolle, im Kontext des im Abstieg begriffenen Hegemons USA. In diesem h&#228;rtesten geopolitischen Konflikt seit dem Ende des kalten Krieges versucht Deutschland, seinen Einflussbereich auszuweiten, indem es gezielt einen Oligarchen unterst&#252;tzt, um diesen in die EU zu dr&#228;ngen. Die Existenz der Regierung Jazenjuk h&#228;ngt an der Gew&#228;hrung finanzieller Hilfen durch IWF und EU.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig soll die bereits angeschlagene russische Wirtschaft durch Wirtschaftssanktionen weiter geschw&#228;cht werden. Allerdings ist auch Deutschland auf fossile Brennstoffe aus Russland angewiesen &#8211; Russland im Gegenzug auf den Absatz dieser. Russland kann aufgrund seiner beschr&#228;nkten wirtschaftlichen St&#228;rke dem deutschen Kapital nichts entgegenhalten. Lediglich milit&#228;rische St&#228;rke inklusive Annexion der Krim verhinderte den reibungslosen &#204;bergang der Ukraine in den deutschen Einflussbereich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Antiimperialismus&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als revolution&#228;re InternationalistInnen in Deutschland m&#252;ssen wir den fortlaufenden Expansionskurs unseres &#8222;Hauptfeindes&#8220; (in den Worten Karl Liebknechts) scharf angreifen. W&#228;hrend die Imperialist-Innen so tun, als w&#252;rden sie den Freiheitskampf des kurdischen Volkes unterst&#252;tzen, m&#252;ssen wir ihre Heuchelei aufdecken und eine Kampagne gegen das Verbot der PKK f&#252;hren. W&#228;hrend sie auf Kosten der Unterdr&#252;ckten Europas versuchen, ihre Krise zu beenden, m&#252;ssen wir s&#228;mtliche Angriffe auf die sozialen und demokratischen Rechte der Massen in Griechenland und ganz Europa bek&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedes Jahr gibt es gegen die SiKo linke Gro&#223;mobilisierungen. Doch fehlt diesen wichtigen antiimperialistischen Demonstrationen im &#8222;Herzen der Bestie&#8220; eine weitergehende Strategie, die in der Lage w&#228;re, tats&#228;chlich eine soziale Basis f&#252;r die Bek&#228;mpfung des deutschen Imperialismus zu schaffen. Weil aber der Kampf gegen den Expansionskurs der deutschen Regierung zugleich notwendig ein Kampf gegen die Interessen des Kapitals ist, m&#252;ssen Revolution&#228;rInnen die ArbeiterInnenbewegung f&#252;r eine solche antiimperialistische Perspektive gewinnen. Die ArbeiterInnen m&#252;ssen sich in diesen K&#228;mpfen selbst organisieren, nur so k&#246;nnen sie ihre Klassenunabh&#228;ngigkeit garantieren und eine starke antiimperialistische Front aufbauen. Nur so k&#246;nnen wir den aufstrebenden Hegemon in die Schranken weisen und eine Politik der ArbeiterInnen und der Jugend durchsetzen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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