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	<title> Fracci&#243;n Trotskista Cuarta Internacional </title>
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		<title>Hexenjagd auf 15M-Bewegung</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Hexenjagd-auf-15M-Bewegung</link>
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		<dc:date>2011-06-21T06:10:10Z</dc:date>
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		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Libertades Democr&#225;ticas</dc:subject>
		<dc:subject>Noticias</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis en el Estado espa&#241;ol</dc:subject>
		<dc:subject>Estado espa&#241;ol</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Durch die Belagerung des katalanischen Regionalparlaments wollten die &#8222;Emp&#246;rten&#8220; in Barcelona verhindern, dass das Sparpaket der katalanischen Regionalregierung beschlossen wird. Die b&#252;rgerliche Medienhetze, angef&#252;hrt von den gro&#223;en Tageszeitungen und Fernsehsendern Spaniens, kriminalisiert die radikalen Sektoren der Bewegung und droht mit juristischen Schritten. Teile der Bewegung schlie&#223;en sich der Verurteilung der radikalen Sektoren an. Nun es ist notwendig eine demokratische Kampagne gegen die Kriminalisierung des Protestes zu starten.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH92/arton4243-39084.jpg?1695922909' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='92' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Durch die Belagerung des katalanischen Regionalparlaments wollten die &#8222;Emp&#246;rten&#8220; in Barcelona verhindern, dass das Sparpaket der katalanischen Regionalregierung beschlossen wird. Die b&#252;rgerliche Medienhetze, angef&#252;hrt von den gro&#223;en Tageszeitungen und Fernsehsendern Spaniens, kriminalisiert die radikalen Sektoren der Bewegung und droht mit juristischen Schritten. Teile der Bewegung schlie&#223;en sich der Verurteilung der radikalen Sektoren an. Nun es ist notwendig eine demokratische Kampagne gegen die Kriminalisierung des Protestes zu starten.&lt;br class='autobr' /&gt;
Am 15. Juni haben Tausende vorwiegend junge Menschen in Barcelona die Zug&#228;nge zum Parlament blockiert, um die an diesem Tag die stattfindende Debatte &#252;ber Ausgabenk&#252;rzungen zu torpedieren und zu verhindern, dass der Haushalt der autonomen Region beschlossen w&#252;rde. Die konservativen NationalistInnen (CiU) vom Regierungschef Artur Mas, unterst&#252;tzt von der konservativen Volkspartei (PP) - Nachfolgepartei der faschistischen Falange Nacional &#8211;, haben sich vorgenommen, den Haushalt um fast 10% zu k&#252;rzen. Wie &#252;blich in diesen F&#228;llen betreffen die Einsparungen den Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich. Die Blockade der Zug&#228;nge war erfolgreich, obwohl die Sitzung letztendlich nicht verhindert werden konnte: Der Beginn der Sitzung musste wurde verschoben werden. Der konservative Regierungschef Artur Mas und weitere Abgeordnete wurden daraufhin mit dem Hubschrauber eingeflogen, andere mit Polizeitransportern, einige wenige kamen zu Fu&#223;. Ihnen riefen die DemonstrantInnen zu &#8222;Ihr repr&#228;sentiert uns nicht&#8220;, &#8222;Diebe&#8220;, &#8222;Korrupte&#8220;; sie wurden angeschrien, und zum Teil geschubst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die brutale Polizeirepression lie&#223; nicht lange auf sich warten. Die katalanische Polizei, die &#8222;Mossos d'Esquadra&#8220;, pr&#252;gelte den wenigen zu Fu&#223; kommenden ParlamentarierInnen den Weg frei, friedliche DemonstrantInnen wurden niedergekn&#252;ppelt und mit Gummigeschossen beschossen. Mehr als 30 Menschen wurden dabei verletzt. Sieben von ihnen wurden festgenommen und erst nach 24 Stunden Haft wieder entlassen. Nun droht ihnen ein juristisches Verfahren. Das ist die erste Antwort einer gedem&#252;tigten Regierung auf die Wut und berechtigten Forderungen der DemonstrantInnen. Schon im Laufe des Tages fing die Kriminalisierungskampagne gegen die radikalen Sektoren der 15-M-Bewegung an. &#8222;Sie [die DemonstrantInnen] haben die rote Linie &#252;berschritten.&#8220;, sagte Mas. &#8222;Das Recht auf freie Meinungs&#228;u&#223;erung ist eine Sache, Gewalt eine andere&#8220;, f&#252;hrte er fort. Die Repression ist der Preis, den die DemonstrantInnen in Barcelona bezahlen m&#252;ssten, da sie &#8222;Gewalt&#8220; gegen die &#8222;Volksvertreter&#8220; angewandt h&#228;tten. Alle Fernsehstationen, Radiokan&#228;le und Tageszeitungen starteten eine &#252;ble Kampagne, die sogar soweit geht, diejenigen, die das Parlament umzingelten, als Stadtguerilla, oder auch &#8222;Putschisten&#8220; und &#8222;Faschisten&#8220;, die einen neuen 23-F-Putsch - in Anlehnung an den Putschversuch vom Februar 1981, als der Kommandeur Tejero begleitet von Angeh&#246;rigen der Guardia Civil in das spanische Parlament eindrang und die amtierende Regierung sowie die Abgeordneten festsetzte - veranstalten wollten, zu beschimpfen. F&#252;r jeden Geschmack etwas dabei. Nun droht ihnen die strafrechtliche Verfolgung, die mittels polizeilicher Videoaufzeichnungen erfolgen soll. Damit es niemand falsch verstehen k&#246;nnte, sagte Mas, er &#8222;wird mit allen Kr&#228;ften&#8220; die &#8222;Emp&#246;rten&#8220; verfolgen, die gegen die Demokratie vorgehen.&#8220; (La Vanguardia: Mas promete &#034;combatir con todas las fuerzas&#034; a los 'indignados' que atenten contra la democracia. 19. Juli 2011).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Zweck dieser Einteilung in &#8222;friedliche&#8220; und &#8222;gewaltt&#228;tige&#8220; DemonstrantInnen ist eindeutig: Mittels Kriminalisierung sollen die berechtigten Forderungen der DemonstrantInnen einerseits delegitimiert, andererseits die Radikalisierungstendenzen einiger Sektoren der DemonstrantInnen unterbunden werden, indem man sie isoliert. Die Repression, die Androhung von juristischer Verfolgung gegen &#8222;Gewaltt&#228;tige&#8220; bezweckt letztendlich, die politischen Forderungen zu bagatellisieren und jene Sektoren, die f&#252;r eine radikale l&#246;sung eintreten, mundtot zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider haben die Kriminalisierungsversuche der Regierung, unterst&#252;tzt von den b&#252;rgerlichen Medien, bisher Erfolg. Manche Sektoren der Bewegung und sogar manche Gruppen der radikalen Linken haben sich teilweise von der &#8222;gewaltt&#228;tigen Minderheit&#8220; distanziert, und so dem von den Medien und der Regierung geschaffenen reaktion&#228;ren Druck nachgegeben. Gruppen wie Revolta Global - eine dem Vereinigten Sekretariat der Vierten Internationale nahstehende Organisation, deren Selbstverst&#228;ndnis antikapitalistisch, revolution&#228;r, &#246;kologisch, feministisch und internationalistisch sei -, sagen heute, es ging lediglich um eine &#8222;symbolische Lahmlegung des Parlaments&#8220; (&lt;a href=&#034;http://revoltaglobal.cat/article3733.html&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://revoltaglobal.cat/article3733.html&lt;/a&gt;); oder wie En Lucha - eine sich als trotzkistisch bezeichnende Organisation und Mitglied der International Socialist Tendency (IST), die in Deutschland im Netzwerk Marx21 t&#228;tig ist -, die von &#8222;einem symbolischen Akt der Blockade&#8220; spricht (&lt;a href=&#034;http://enlucha.org/site/?q=node/16168&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://enlucha.org/site/?q=node/16168&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit stellen sich diese Gruppen gegen den Willen der Massenversammlungen vom Plaza Catalunya, die daf&#252;r gestimmt hatten, den Zugang der ParlamentarierInnen zu verhindern, damit es zu keiner Abstimmung &#252;ber die K&#252;rzungspl&#228;ne kommen k&#246;nnte. Diese Gruppen f&#252;rchten sich davor, den Erfolg der Aktion zu verteidigen, in der offensichtlich wurde, dass das Parlament ein fremder Ort f&#252;r ArbeiterInnen und Volk, welche dieses zu vertreten vorgibt, ist, ein Ort, zu dem seine Mitglieder nur unter Polizeieskorte Zugang haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zahlreiche selbsternannte SprecherInnen der Bewegung, wie in Madrid und sogar Barcelona, haben sich von den &#8222;gewaltt&#228;tigen DemonstrantInnen&#8220; distanziert, und sich rasch dem kakophonisch reaktion&#228;ren Chor aller Parteien des Regimes und der b&#252;rgerlichen Medien angeschlossen. Sie sprechen f&#252;r die Bewegung, ohne dass irgendeine Versammlung dies beschlossen h&#228;tte. Sie sprechen sogar davon, sich &#8222;von den kleinen Gruppierungen zu entledigen, die mit der Gewalt bzw. mit der Rechtfertigung von dieser gelieb&#228;ugelt haben..&#8220; (Los indignados cierran filas contra la violencia para recuperar apoyo social&#8221; El Peri&#243;dico de Catalunya. 18/06/2011).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Ausrichtung ist Wasser auf die M&#252;hlen der Kriminalisierungs- und Stigmatisierungspolitik der k&#228;mpferischen Sektoren, die mit Schlagst&#246;cken und Gummigeschossen traktiert werden, weil sie gegen die &#8222;Anpassungsma&#223;nahmen&#034; gegen die Unterdr&#252;ckten k&#228;mpfen. Nur diese Gewalt gilt zu verurteilen und zu bek&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb ist es eine prinzipielle Frage, f&#252;r die bedingungslose Verteidigung aller Festgenommenen, f&#252;r ihre Freiheit und Verfahrenseinstellung zu k&#228;mpfen, f&#252;r den Stopp aller Verhaftungen und gegen die vom katalanischen Innenminister Felipe Puig und Artur Mas angek&#252;ndigte Hexenjagd auf die Jugend, die ihre Proteste gegen Arbeitslosigkeit, Korruption und Perspektivlosigkeit f&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sowohl in der Pressemitteilung der &#8222;selbst ernannten&#8220; SprecherInnen der Bewegung des 15-M in Barcelona als auch in der ersten Pressemitteilungvon En Lucha gl&#228;nzte diese elementare Forderung durch Abwesenheit (inzwischen fordert aber auch EL das Ende der Kriminalisierung). Revolta Global beharrt auf einer zweideutigen Position, denn einerseits wird dies in ihrer offiziellen Erkl&#228;rung zwar gesagt, aber in den Erkl&#228;rungen und Artikel ihrer wichtigsten &#246;ffentlichen Anf&#252;hrerInnen ist diese Forderung nie vorhanden; mehr noch, sie geh&#246;ren zu den &#8222;selbst ernannten&#8220; SprecherInnen der Bewegung und tragen ihre Politik mit. Sie m&#252;ssen unbedingt ihre Positionen &#252;berpr&#252;fen, um dem Kampf nicht zu schaden. Sie m&#252;ssen die Kampftraditionen ihrer Eltern und Gro&#223;eltern gegen die Franco-Diktatur als Beispiel nehmen, die sich nicht von der &#8222;&#214;ffentlichkeit&#8220;, also den von den b&#252;rgerlichen Medien verbreiteten L&#252;gen, beeindrucken lie&#223;en.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8222;emp&#246;rte&#8220; und die revolution&#228;re Jugend in Deutschland soll sich mit den Jugendlichen und ArbeiterInnen im Spanischen Staat solidarisieren. Der effektivste Akt der Solidarit&#228;t ist heute, die demokratische Kampagne einiger Sektoren der Bewegung, wie die der Gruppe &#034;Clase contra Clase&#034; ( &lt;a href=&#034;http://www.clasecontraclase.org/spip.php?article672&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://www.clasecontraclase.org/spip.php?article672&lt;/a&gt;), gegen die Repression und Kriminalisierung des Protestes der &#8222;Emp&#246;rten&#8220; und f&#252;r die Verfahrenseinstellung aller Festgenommenen im Spanischen Staat effektiv zu unterst&#252;tzen, indem wir z.B. Unterschriften sammeln, an denen sich neben Studierenden und Sch&#252;lerInnen auch LehrerInnen, DozentInnen und ProfessorInnen, aber auch ArbeiterInnenorganisationen, politische Parteien und Organisationen eintragen. Wir sollten den &#8222;Emp&#246;rten&#8220; im Spanischen Staat zeigen, dass sie mit ihrem Kampf nicht allein sind, dass sie Verb&#252;ndete jenseits der Pyren&#228;en haben, die ihren Kampf unterst&#252;tzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mark Turm, &#034;Internationaler Klassenkampf&#034; (IK), &lt;a href=&#034;http://www.ft-ci.org&#034; class=&#034;spip_url spip_out auto&#034; rel=&#034;nofollow external&#034;&gt;http://www.ft-ci.org&lt;/a&gt;, 19. Juni 2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;+++++++++++++++ Termine +++++++++++++++ &lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#204;ber die Entstehung der Bewegung, die neuesten Entwicklungen, ihre Perspektiven und die Intervention der revolution&#228;ren MarxistInnen werden wir mit Sara Povo, von der Gruppe Clase contra Clase im Spanischen Staat, und AktivistInnen der Solidarit&#228;tsbewegung in Deutschland, diskutieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Berlin, Freitag 24. Juni 19 Uhr, &#8221;&#168;Versammlungsraum Mehringhof, Gneisenaustra&#223;e 2a, 2.HH, 1. Stock, &#8221;&#168;U6/U7 Mehringdamm&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;M&#252;nchen, Samstag 25. Juni 19 Uhr, &#8221;&#168;Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstrasse 80, &#8221;&#168;U-Bhf Theresienwiese&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Die gro&#223;artige Wahl der &#8222;Front der Linken und der ArbeiterInnen in Neuqu&#233;n ist eine gro&#223;e Ermutigung f&#252;r alle sozialen K&#228;mpferInnen auf nationaler Ebene</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Die-grossartige-Wahl-der-Front-der-Linken-und-der-ArbeiterInnen-in-Neuquen-ist-eine-grosse</link>
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		<dc:date>2011-06-14T11:53:50Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Am&#233;rica Latina</dc:subject>
		<dc:subject>Declaraci&#243;n</dc:subject>
		<dc:subject>Pol&#237;tica</dc:subject>
		<dc:subject>FIT Argentina</dc:subject>
		<dc:subject>Argentina</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Christian Castillo, nationaler Leiter der PTS (&#8222;Partei Sozialistischer ArbeiterInnen&#8220;), der sich mit Jorge Altamira (PO, &#8222;ArbeiterInnenpartei&#8220;) in Argentinien die Pr&#228;sidentschaftskandidatur der Wahlfront &#8220;Frente de Izquierda y de los Trabajadores&#8221; (&#8221;Front der Linken und der ArbeiterInnen&#8221;, FIT) teilt, begr&#252;&#223;te den von der FIT in Neuqu&#233;n (Provinz im Westen Argentiniens) erreichten politischen Sieg, wo sie nach der Wahl vom 12. Juni k&#252;nftig einen Abgeordneten im Provinzparlament stellt.&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/America-Latina" rel="tag"&gt;Am&#233;rica Latina&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Declaracion" rel="tag"&gt;Declaraci&#243;n&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Politica" rel="tag"&gt;Pol&#237;tica&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/FIT-Argentina" rel="tag"&gt;FIT Argentina&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Argentina-100" rel="tag"&gt;Argentina&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Christian Castillo, nationaler Leiter der PTS (&#8222;Partei Sozialistischer ArbeiterInnen&#8220;), der sich mit Jorge Altamira (PO, &#8222;ArbeiterInnenpartei&#8220;) in Argentinien die Pr&#228;sidentschaftskandidatur der Wahlfront &#8220;Frente de Izquierda y de los Trabajadores&#8221; (&#8221;Front der Linken und der ArbeiterInnen&#8221;, FIT) teilt, begr&#252;&#223;te den von der FIT in Neuqu&#233;n (Provinz im Westen Argentiniens) erreichten politischen Sieg, wo sie nach der Wahl vom 12. Juni k&#252;nftig einen Abgeordneten im Provinzparlament stellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;&#8222;Das von der Front der Linken erreichte Ergebnis in Neuqu&#233;n, mit mehr als 10.400 Stimmen f&#252;r die Liste der Provinzabgeordneten, ist ein dreifacher Sieg. Wir haben einen Parlamentssitz der ArbeiterInnen erreicht, der &#8211; wie die f&#252;hrenden Keramikarbeiter, mein Genosse der PTS Ra&#250;l Godoy und der Genosse Alejandro L&#243;pez, w&#228;hrend der ganzen Wahlkampagne erkl&#228;rt haben &#8211; das Prinzip etabliert, als Abgeordneter dasselbe zu verdienen wie in der Fabrik. Sie werden die Differenz ihrer Abgeordnetendi&#228;t in den Dienst des Kampfes stellen und werden sich in ihren Funktionen als Abgeordnete der Front der Linken abwechseln. Der zweite Sieg, den ich bei der Abschlusskundgebung in Neuqu&#233;n beobachten konnte, ist die gro&#223;artig entfaltete Massenkampagne der Front, welche die politische Aktivit&#228;t von Hunderten von ArbeiterInnen und Jugendlichen in Bewegung gesetzt hat, in der sich die Unterst&#252;tzung f&#252;r die zehn Jahre des unnachgiebigen Kampfes der KeramikarbeiterInnen bemerkbar gemacht hat. Und schlie&#223;lich haben wir in der politischen Schlacht in Neuqu&#233;n die Entlarvung der reaktion&#228;ren Politik der Regierung von Cristina Kirchner geschafft, die die linken Kr&#228;fte politisch auszuschlie&#223;en versucht. Dieser Sieg wurde erreicht auf Grund der politischen Unabh&#228;ngigkeit der ArbeiterInnen von der Regierung, von allen Parteien der Bourgeoisie, des Mitte-Links-Lagers, und des Staates, was im Kontrast steht zur Kooptierung anderer Organisationen. Das ist ein gro&#223;er Antrieb f&#252;r die ganze Front der Linken und der ArbeiterInnen auf nationaler Ebene sowie eine gro&#223;e Ermutigung f&#252;r alle K&#228;mpferInnen, die jeden Tag aufs Neue die Bosse, die Regierung und die Gewerkschaftsb&#252;rokratie bek&#228;mpfen.&#8220;&lt;/i&gt; &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Pressestelle der PTS&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Solidarit&#228;t mit der Bewegung des 15. Mai!</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Solidaritat-mit-der-Bewegung-des-15-Mai</link>
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		<dc:date>2011-05-24T17:25:46Z</dc:date>
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		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Declaraci&#243;n</dc:subject>
		<dc:subject>Crisis en el Estado espa&#241;ol</dc:subject>
		<dc:subject>Estado espa&#241;ol</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Die Demonstrationen, die sich seit dem 15. Mai t&#228;glich und in immer gr&#246;&#223;erem Ausma&#223; im gesamten Spanischen Staat zeigen und zur Besetzung von &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen nach dem Beispiel der Besetzung des Tahrir-Platzes in Kairo in dutzenden St&#228;dten gef&#252;hrt haben, sind eine massive Antwort der Jugend und der ArbeiterInnenklasse im spanischen Staat auf die Folgen der Wirtschaftskrise.&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Declaracion" rel="tag"&gt;Declaraci&#243;n&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Crisis-en-el-Estado-espanol" rel="tag"&gt;Crisis en el Estado espa&#241;ol&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Estado-espanol-183" rel="tag"&gt;Estado espa&#241;ol&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Die Demonstrationen, die sich seit dem 15. Mai t&#228;glich und in immer gr&#246;&#223;erem Ausma&#223; im gesamten Spanischen Staat zeigen und zur Besetzung von &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen nach dem Beispiel der Besetzung des Tahrir-Platzes in Kairo in dutzenden St&#228;dten gef&#252;hrt haben, sind eine massive Antwort der Jugend und der ArbeiterInnenklasse im spanischen Staat auf die Folgen der Wirtschaftskrise. Damit besteht zum ersten Mal die Chance, die vereinzelten Proteste, die es in den letzten Monaten und Jahren gegen die Zapatero-Regierung und gegen den Versuch, die Krisenkosten auf diejenigen abzuw&#228;lzen, die sie nicht verursacht haben - also auf die ArbeiterInnen, Jugendlichen und die armen Massen - zu einer vereinigten Bewegung gegen die Krise und gegen die Institutionen des Spanischen Staates insgesamt zusammenzuf&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bewegung ist stark inspiriert von den Ereignissen in der arabischen Welt, wo in den letzten Monaten in vielen l&#228;ndern Bewegungen gegen Preissteigerungen, Lebensmittelknappheit und Repression zum Sturz mehrerer Diktatoren und zur Destabilisierung der pro-imperialistischen Regime in der Region insgesamt gef&#252;hrt haben. In diesem Sinne stellt sie eine erste Verbindung der Aufst&#228;nde in Nordafrika und dem Nahen Osten zu den K&#228;mpfen in Europa gegen die Krise dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die EU und insbesondere der deutsche Imperialismus versuchen derweil, die Daumenschrauben gegen die arbeitende Bev&#246;lkerung, insbesondere im S&#252;den Europas, in den l&#228;ndern, die von der Krise bisher am st&#228;rksten getroffen wurden, noch fester zu drehen. Um daf&#252;r eine gesellschaftliche Basis zu finden, versucht die deutsche Regierungschefin Angela Merkel immer wieder durch populistische und rassistische &#196;u&#223;erungen zum Rentenalter und zum Sozialsystem der s&#252;dlichen l&#228;nder Europas Ressentiments zu sch&#252;ren, die die scharfen Einschnitte in diesen l&#228;ndern rechtfertigen sollen. Doch wir lassen uns nicht von solchen Pseudo-Argumenten, die nur dazu dienen, die Jugend und ArbeiterInnenklasse Europas zu spalten, verwirren und stehen fest zu unseren Prinzipien der internationalen Solidarit&#228;t!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Bewegung der 15. Mai zeigt sich klar, dass die Jugend als Z&#252;ndschnur der tiefen Unzufriedenheit unter allen Ausgebeuteten und Unterdr&#252;ckten fungieren kann. Die spontanen Demonstrationen haben schon nach wenigen Tagen dazu gef&#252;hrt, dass immer mehr andere Sektoren, die sich im Kampf befinden &#8211; Studierende und ArbeiterInnen &#8211; sich den Protesten anschlie&#223;en. Die Versuche der Zapatero-Regierung, die Proteste zu kriminalisieren, lehnen wir entschieden ab und setzen uns daf&#252;r ein, dass die Proteste angesichts der Repressionsversuche noch massiver werden! Daf&#252;r intervenieren die GenossInnen von Clase contra Clase (FT-CI) mit einer konkreten Politik, die darauf abzielt, die Begrenzungen der Bewegung und Illusionen vieler TeilnehmerInnen zu &#252;berwinden. Wie die GenossInnen von CcC sagen, ist es heute notwendig, den Kampf der Jugendlichen auf den &#246;ffentlichen Pl&#228;tzen mit dem Kampf in den Betrieben zu verbinden. Sie sagen, dass die Jugendlichen sich dem Beispiel der franz&#246;sischen StudentInnen folgen sollen, die zu den Industriegebieten marschierten und die ArbeiterInnen aufforderten, sich ihnen anzuschlie&#223;en. Sie fordern von den verr&#228;terischen Gewerkschaftsf&#252;hrungen, den Generalstreik aufzurufen, um ihnen endlich die eigenen Forderungen aufzuzwingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland ist die Situation noch l&#228;ngst nicht so dramatisch wie im Spanischen Staat oder in Griechenland und Portugal, aber auch hierzulande hat die Jugend an den Folgen der Wirtschaftskrise zu leiden, auch hier m&#252;ssen die ArbeiterInnen die von der Gewerkschaftsb&#252;rokratie mit den Bossen ausgehandelten faulen Kompromisse ausbaden: immer mehr voranschreitende Prekarisierung der Arbeitsverh&#228;ltnisse, sinkende Berufsaussichten und steigende Studienlasten sind nur ein paar Anzeichen dieser Entwicklung, die Leiharbeit und Zeitarbeit wachsen wie ein Krebsgeschw&#252;r, die Arbeitszeiten werden verl&#228;ngert, die l&#246;hne gedr&#252;ckt. Aus diesem Grund muss auch die Jugend in Deutschland mit den kampfbereiten Sektoren der ArbeiterInnenklasse den Schulterschluss finden. Die k&#228;mpferische Jugend muss im Kampf mit den ArbeiterInnen der verr&#228;terischen Gewerkschaftsf&#252;hrungen einen Kampfplan aufzwingen, die Betriebe stilllegen und besetzen, unterst&#252;tzen, gemeinsam auf die Stra&#223;e gehen und mit daf&#252;r sorgen, dass die Bewegung des 15. Mai zum Auftakt wird f&#252;r eine Offensive gegen die KapitalistInnen wird, nicht nur in Spanien oder Deutschland, sondern europaweit.!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um diese Entwicklung voranzutreiben, ist eine internationale Organisation notwendig, die die Proteste unter einem gemeinsamen Banner zusammenf&#252;hren und ihnen eine gemeinsame Perspektive geben kann. Diese kann nur erfolgreich sein, wenn sie explizit antikapitalistisch und revolution&#228;r ist &#8211; kurz: die Perspektive der Rekonstruktion der Vierten Internationale!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Solidarit&#228;t mit der Bewegung des 15. Mai!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Gegen jegliche Repression! Gegen die R&#228;umung der Zeltst&#228;dte!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; F&#252;r eine Ausweitung der Bewegung auf alle Sektoren, die sich im Kampf befinden!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Nieder mit der Politik des sozialen Friedens der Gewerkschaftsf&#252;hrungen, im Spanischen Staat und europaweit!&lt;br&gt;
&lt;br /&gt;&lt;span class=&#034;spip-puce ltr&#034;&gt;&lt;b&gt;&#8211;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt; Wir zahlen nicht f&#252;r eure Krise!&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von der Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation und Internationaler Klassenkampf (FT-CI), 24. Mai 2011&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>NATO-Einsatz in Libyen </title>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Medio Oriente</dc:subject>
		<dc:subject>Declaraci&#243;n</dc:subject>
		<dc:subject>&#193;frica</dc:subject>
		<dc:subject>La Primavera &#193;rabe</dc:subject>
		<dc:subject>Mundo &#193;rabe</dc:subject>
		<dc:subject>Libia</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;&#204;ber den imperialistischen Krieg in Libyen, die Rolle Deutschlands und die Positionen der Linken.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Medio-Oriente" rel="tag"&gt;Medio Oriente&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Declaracion" rel="tag"&gt;Declaraci&#243;n&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Africa" rel="tag"&gt;&#193;frica&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/La-Primavera-Arabe" rel="tag"&gt;La Primavera &#193;rabe&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Mundo-Arabe" rel="tag"&gt;Mundo &#193;rabe&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Libia" rel="tag"&gt;Libia&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH100/arton3998-31a3f.jpg?1695922909' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='100' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Seit dem 17. Februar wird Libyen von einer Rebellion gegen den Diktator Muammar al-Gaddafi aufger&#252;hrt. Nachdem in Tunesien und &#196;gypten Hunderttausende ArbeiterInnen, Studierende, Bauer/B&#228;uerinnen und Arme ihre Diktatoren zu Fall gebracht haben, entstand auch im &#246;lreichsten Land des afrikanischen Kontinents eine Bewegung zum Sturz des Regimes. Diese entwickelte sich schnell zu einem B&#252;rgerInnenkrieg und stellt somit die bisher blutigste Stufe in den revolution&#228;ren Prozessen in der arabischen Welt dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Verteidigung ihrer &#246;konomischen und geostrategischen Interessen &#8211; und aus Angst vor einer weiteren Radikalisierung der Proteste im Nahen Osten und Nordafrika &#8211; entschieden sich die imperialistischen Gro&#223;m&#228;chte USA, Frankreich und Gro&#223;britannien f&#252;r eine milit&#228;rische Intervention in Libyen. Ihr Ziel war es, einen &#8222;geordneten&#8220; Regimewechsel vornehmen zu k&#246;nnen, nachdem der UN-Weltsicherheitsrat am 17. M&#228;rz die Resolution 1973 verabschiedete, welche die Einrichtung einer &#8222;Flugverbotszone&#8220; &#252;ber Libyen vorsieht. Bei der Abstimmung enthielten sich f&#252;nf der 15 Sicherheitsratsmitglieder, darunter Deutschland, Russland und China, wobei die letzteren beiden nicht von ihrem Veto-Recht Gebrauch machten, welche die Annahme der Resolution verhindert h&#228;tte[1].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrenddessen ist die imperialistische Intervention in Libyen in eine neue Phase eingetreten: Die NATO hat offiziell die Kontrolle &#252;ber den gesamten Milit&#228;reinsatz &#252;bernommen. Am 25. M&#228;rz &#252;bernahm das Milit&#228;rb&#252;ndnis bereits die Kontrolle &#252;ber den libyschen Luftraum. In der Frage der imperialistischen Milit&#228;rintervention in Libyen betonten einige Unterst&#252;tzerInnen der UN-Resolution 1973 zu Beginn den defensiven Charakter der Ma&#223;nahmen. Dabei gab jedoch US-Verteidigungsminister Robert Gates ganz offen zu, dass die Resolution den Beginn eines Krieges mit Libyen bedeutet: &#8222;Lasst uns die Dinge beim Namen nennen: Die Einrichtung einer Flugverbotszone bedeutet einen Angriff auf Libyen.&#8220;[2]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die &#8222;Flugverbotszone&#8220; wird mit dem heuchlerischen und zynischen Diskurs des &#8222;Schutzes der Zivilbev&#246;lkerung&#8220; begr&#252;ndet, sie ist jedoch eigentlich der Versuch, die Kontrolle &#252;ber die revolution&#228;ren Prozesse in der arabischen Welt durch eine pro-imperialistische Koalition zu erlangen. Denn die Welle von Revolten, die sich nach Tunesien und &#196;gypten auch auf Libyen und immer gr&#246;&#223;ere Teile der arabischen Welt ausgebreitet hat, stellt eine ernste Bedrohung f&#252;r die &#246;konomischen und geostrategischen Interessen des westlichen Imperialismus dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Folgenden wollen wir die Bedeutung der &#204;bernahme der F&#252;hrung des Angriffes durch die NATO analysieren, mit einem besonderen Augenmerk auf die Rolle Deutschlands in dieser Entscheidung, um klar herauszustellen, welche Haltung Revolution&#228;rInnen in Deutschland im Hinblick auf den Libyen-Krieg einnehmen sollten. Denn es gibt bereits eine kontroverse Debatte innerhalb des linken Spektrums dar&#252;ber, wie man sich zur Flugverbotszone und zur imperialistischen Intervention insgesamt positionieren sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spannungen im imperialistischen Lager &lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die lange Debatte &#252;ber die &#204;bernahme der F&#252;hrung des Einsatzes durch die NATO entbl&#246;&#223;te die immer st&#228;rker werdenden Spannungen zwischen den verschiedenen imperialistischen Gro&#223;m&#228;chten, die sich seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise immer wieder gezeigt hatten. So zum Beispiel in der sich zunehmend versch&#228;rfenden Euro-Krise, der nach Griechenland und Irland nun auch Portugal zum Opfer zu werden droht, sowie in den scharfen Auseinandersetzungen um eine chinesische W&#228;hrungsanpassung, die Anzeichen eines drohenden Handelskrieges zeigen[3]. Generell sind die Gro&#223;m&#228;chte sich einig, die Kosten der Weltwirtschaftskrise auf die arbeitenden Massen in ihren eigenen l&#228;ndern und vor allem in den l&#228;ndern der kapitalistischen Peripherie abzuw&#228;lzen. Jedoch gibt es immer wieder Konflikte um die genaue Aufteilung von Einflussgebieten und Rohstoffzug&#228;ngen, die sich in der aktuellen Wirtschaftskrise versch&#228;rfen. So dr&#228;ngt die Krise zu einer Neudefinition der zwischenstaatlichen Verh&#228;ltnisse. Dabei sind auch offenere Konflikte zwischen den imperialistischen M&#228;chten vorprogrammiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Uneinigkeit im Vorgehen der imperialistischen l&#228;nder ist der Tatsache verschuldet, dass die Umw&#228;lzungen und Revolutionen in der arabischen Welt sie unvorbereitet trafen, in einer Phase der Neudefinition der Beziehungen zwischen den Staaten sowie zwischen den Klassen. Die europ&#228;ischen M&#228;chte sind eher damit besch&#228;ftigt, einen Plan f&#252;r die Rettung der EU aufzustellen. Sie m&#252;ssen die Gefahren f&#252;r die EU abwenden, indem sie die Kostend der Krise auf die Lohnabh&#228;ngigen abladen. Dabei m&#252;ssen sie nationale Interessen ber&#252;cksichtigen und sie gegen&#252;ber ihren KonkurrentInnen durchsetzen. Deshalb die unterschiedlichen Stimmverhalten im UN-Sicherheitsrat: USA, Frankreich und Gro&#223;britannien einerseits und Deutschland, Russland und China andererseits. Hinter der &#8222;unkoordinierten&#8220; Intervention in Libyen, selbst wenn sie offiziell gegen das diktatorische Regime Gaddafis und auf die &#8222;Verhinderung ziviler Opfer&#8220; gerichtet ist, steckt also der Versuch, einerseits und an erster Stelle die weitere Radikalisierung der arabischen Massen zu verhindern. Zu diesem Zweck soll in Libyen ein zuverl&#228;ssigeres pro-imperialistisches Regime installiert werden, um die Situation dort zu entsch&#228;rfen und gleichzeitig als das Signal an die Massen der Region zu schicken: Entweder f&#252;gt ihr euch unseren Diktaten oder wir intervenieren milit&#228;risch. Dadurch verhindern sie auch, dass der revolution&#228;re Funke vielleicht sogar auf Europa springt. Zweitens liefern sich die ImperialistInnen einen weniger offenen Kampf um die Erweiterung ihrer Einflusssph&#228;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Enthaltung als taktischer Zug zur Durchsetzung deutscher Interessen&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rolle Deutschlands dabei kann, anders als wie in den b&#252;rgerlichen Medien dargestellt, keineswegs als eine anti-interventionistische Haltung gesehen werden. Der deutsche Bundesminister f&#252;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel (FDP) sprach hier selbst ganz offen: &#8222;Wir haben 7.000 Soldaten im Auslandseinsatz. Wir entlasten das [NATO-]B&#252;ndnis, indem wir deutsche Soldaten f&#252;r AWACS-Eins&#228;tze nach Afghanistan schicken.&#8220;[4] In die gleiche Richtung gehen verschiedene Aussagen Angela Merkels[5]. Statt also in Libyen anzugreifen, will Deutschland den Einsatz in Afghanistan verst&#228;rken. Au&#223;erdem erlaubt die Bundesregierung die Nutzung aller NATO-Milit&#228;rbasen in Deutschland f&#252;r Angriffe auf Libyen und l&#228;sst die F&#252;hrung des US-Angriffs durch das AFRICOM-Kommando von der US-Basis in M&#246;hringen bei Stuttgart aus zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies deckt sich mit der Taktik, die schon Gerhard Schr&#246;der im Falle des beginnenden Irakkriegs 2003 anwandte: offizielle Anti-Kriegshaltung gepaart mit der indirekten Unterst&#252;tzung des US-Angriffs durch &#204;berflugrechte und eine Verst&#228;rkung des Afghanistan-Mandats. St&#228;rker als im Falle Schr&#246;ders dr&#252;ckt sich bei der jetzigen Enthaltung im Sicherheitsrat ein Versuch der generell unabh&#228;ngigeren Positionierung der deutschen Wirtschafts- und Au&#223;enpolitik aus. Diese hat insbesondere seit dem Beginn der Krise die &#8222;Halbkolonialisierungsbestrebungen&#8220; in Osteuropa verst&#228;rkt, was naturgem&#228;&#223; zu Spannungen mit dem US-Imperialismus f&#252;hrt (da das auch bedeutet, eine strategische Beziehung zu Russland aufzubauen). Doch auch wenn die deutsche Bourgeoisie darin &#252;bereinstimmt, dass sie l&#228;ngerfristig nicht mehr &#8220;Juniorpartner&#8221; des US-Imperialismus in der Weltpolitik sein wollen und k&#246;nnen, herrscht Uneinigkeit in ihren Reihen dar&#252;ber, wie und mit welchem Tempo sie sich von den USA wegbewegen sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;l&#228;ngst nicht alle Fraktionen der deutschen Bourgeoisie sind mit der Pseudo-Enthaltung der Bundesregierung zufrieden, wie die scharfen Reaktionen der b&#252;rgerlichen Medien und beispielsweise der Gr&#252;nen zeigen. Auch aus den Reihen der CDU kommt viel Kritik an der Haltung Merkels, wie sich an den Aussagen des Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbachs zeigt, der reklamierte, dass sich Deutschland an die Seite der USA und Gro&#223;britanniens h&#228;tte stellen m&#252;ssen[6].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die deutsche R&#252;stungsindustrie, sonst gut von der Bundesregierung mit Profitm&#246;glichkeiten versorgt (zuletzt mit dem &#8222;Rettungspaket&#8220; f&#252;r Griechenland, welches in einer Klausel die enormen R&#252;stungsvertr&#228;ge Deutschlands mit Griechenland ausdr&#252;cklich von dem Sparzwang ausnahm[7]), sieht sich hier von Merkel im Stich gelassen, wie der Austritt des Airbus-Chefs Thomas Enders aus der CDU eindrucksvoll zeigte[8]. In der Tat hat die deutsche R&#252;stungsindustrie starke Interessen in Libyen. Deutschland hat 2009 f&#252;r 53,2 Millionen Euro Waffen an das Gaddafi-Regime geliefert &#8211; 13mal so viel wie im Jahr davor. 2009 hat sie unter anderem Splitterschutzwesten, G36 Sturmgewehre, Hubschrauber und Ersatzteile sowie St&#246;rsender nach Tripoli geliefert &#8211; und damit auch Waffen, die sich besonders f&#252;r B&#252;rgerInnenkriege eignen. Mit diesen l&#228;sst sich die kommunikative Infrastruktur lahmlegen, also Plattformen wie Handynetze, Facebook und Twitter[9]. Die Aufhebung des Waffenembargos der EU im Jahr 2004 war Gaddafis Belohnung daf&#252;r, dass er die Fl&#252;chtlingsstr&#246;me nach Europa an der afrikanischen K&#252;ste aufgehalten hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neudefinition der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich &lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Aufstand der arabischen Massen aktualisiert die Epoche von Krisen, Kriegen und Revolutionen. Sie stellt die Bl&#246;cke und Allianzen in Frage. Sie offenbart die Widerspr&#252;che, in denen sich angesichts der Krise der US-Hegemonie und der Neuorientierung der EU-Staaten die verschiedenen Imperialismen befinden. So ist die Konfliktlinie, die sich hier zwischen den haupts&#228;chlichen Interventionsm&#228;chten zeigt, Ausdruck der sich im Zuge der Wirtschaftskrise beschleunigenden Ver&#228;nderung der wirtschaftlichen und geopolitischen Ordnung der Nachkriegszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein klarer Beweis daf&#252;r ist das Wiederaufflammen der Spannungen zwischen den beiden Motoren der EU, Deutschland und Frankreich. Die scharfe Kritik Sarkozys an der deutschen Bundesregierung bez&#252;glich ihrer Enthaltung im Sicherheitsrat ist in diesem Kontext zu sehen. Bei der franz&#246;sischen Intervention in Libyen haben die eigenen Fehler zu Beginn des arabischen Fr&#252;hlings eine gro&#223;e Rolle gespielt[10]. Kurz bevor die Revolte losging, sah Frankreich in Gaddafi einen sehr guten Freund, die damalige franz&#246;sische Au&#223;enministerin Alliot-Marie bot drei Tage vor der Flucht des tunesischen Diktators Ben Ali franz&#246;sische Spezialtruppen zur Aufstandsbek&#228;mpfung an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch aus wahltaktischen Gr&#252;nden sah sich Sarkozy gezwungen, seine sinkende Zustimmungswerte mittels einer Offensive in der internationalem Arena wieder in Griff zu kriegen, indem er versucht, das Image als Kolonialmacht wiederzubeleben, um rechte W&#228;hlerInnen zu mobilisieren. Denn dies ist einer der wenigen Gr&#252;nde f&#252;r den aktuellen kriegerischen Gang. In der Tat sind die wirtschaftlichen Interessen Frankreichs in Libyen eher marginal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinter dem S&#228;belrasseln Franreichs verbirgt sich also die sinkende Bedeutung des franz&#246;sischen Imperialismus in der EU und in Nordafrika. Deshalb versucht Frankreich Deutschland mittels Milit&#228;raktionen &#8211; der einzige Bereich, in dem es Deutschland noch &#252;berlegen ist &#8211; in die Schranken zu weisen. Die Botschaft ist eindeutig: Frankreich will, obwohl die politische und wirtschaftliche F&#252;hrung der EU in Berlin liegt, dass die milit&#228;rische und diplomatische F&#252;hrung in Paris bleibt. Jedoch haben die Drohungen wenig Substanz. &#8222;Paris verletzt weder Washington &#8211; die wahre Macht &#8211; noch Berlin. Das Problem wird kommen, wenn die franz&#246;sischen mit den deutschen Interessen kollidieren, was man sich leicht vorzustellen kann. Als gemeinsamer Block f&#228;llt Europa wirtschaftlich, politisch und kulturell weiterhin ab. Deutschland lieb&#228;ugelt immer mehr mit Russland, auf den Spuren eines historischen Modells, das sich wiederholt. Dazwischen liegt Osteuropa, das panisch beobachtet, wie Berlin und Moskau sich umarmen, und nach Washington und Paris l&#228;uft, um nach Hilfe zu bitten. Es ist &#246;stlich der Oder, nicht in Afrika, wo es zum offenen Interessenkonflikt kommen kann.&#8220;[11]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutschland versucht angesichts der &#8222;Provokationen&#8220; aus Paris, seine Interessen zu wahren. Deshalb der &#8222;friedlichere&#8220; Gang gegen&#252;ber Libyen. Deshalb bietet Deutschland auch Unterst&#252;tzung bei der Entwicklung von &#8220;Fahrpl&#228;nen zur Demokratie&#8221; dort, wo es zur Zeit &#8222;notwendig&#8220; ist: in den arabischen l&#228;ndern. &#8222;Demokratie und Rechtsstaat geh&#246;ren zusammen.&#8220; sagte Bundesau&#223;enminister Guido Westerwelle, damals noch Parteivorsitzender der FDP (jener Partei, die den Putsch gegen den Pr&#228;sidenten Manuel Zelaya in Honduras unterst&#252;tzte). Deutsche Investitionen und eine Politik zum Abbau von Handelsbeschr&#228;nkungen in einem b&#252;rgerlich-demokratischen &#196;gypten sind die Formeln, mit denen die &#8222;Fahrpl&#228;ne&#8220; f&#252;r &#196;gypten, Tunesien und andere l&#228;nder vorangetrieben werden. Denn im Falle einer langfristigen Stabilit&#228;t in der Region steigen die Chancen f&#252;r die deutsche Wirtschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wirtschaftliche Interessen in Libyen&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Falle Libyens ist Deutschland, nach Italien, bisher der zweitwichtigste Exportpartner gewesen. Als Importpartner liegt Deutschland an vierter Stelle und damit vor Frankreich[12]. 2009 exportierte Deutschland Waren f&#252;r 1,13 Milliarden Euro nach Libyen, darunter Baumaschinen, Fahrzeuge und Lebensmittel. Der gr&#246;&#223;te in Libyen t&#228;tige Konzern aus Deutschland ist BASF/Wintershall, der dort acht &#214;lfelder betreibt. Ebenfalls in Libyen pr&#228;sent sind Gro&#223;konzerne, wie RWE, Eon, Siemens Ferrostahl, Thyssen-Krupp und der Baukonzern Bilfinger Berger. Insgesamt sind nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) knapp 40 deutsche Firmen in Libyen t&#228;tig. Sie kommen vor allem aus der Energiebranche, aber auch aus dem Bau-, Nahrungsmittel- oder Medizinbereich. Jedoch ist das Land als Markt f&#252;r deutsche Firmen nicht so bedeutsam wie etwa Saudi-Arabien oder &#196;gypten, wo der eigentliche Blick heute gerichtet ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch f&#252;r das US-Kapital ist Libyen nicht essentiell. Die USA intervenierten in Libyen nicht haupts&#228;chlich aus wirtschaftlichen, sondern aus politischen Gr&#252;nden. Der Teil-&#8220;R&#252;ckzug&#8220; der USA aus Libyen und das &#204;berlassen vieler Kampfhandlungen an die NATO macht deutlich, dass es der US-Regierung eher darum geht, sich nicht in ein weiteres Afghanistan hineinziehen zu lassen, um die mehr als angeschlagene moralische Autorit&#228;t des US-Imperialismus nicht noch mehr zu gef&#228;hrden. Im Sinne Washingtons erweckt die NATO den Eindruck, unparteiischer als eine direkte US-Intervention zu sein. Die gro&#223;fl&#228;chige, milit&#228;rische Unterst&#252;tzung der RebellInnen gegen die Gaddafi-treue Armee spricht hier aber eine deutlich andere Sprache[13].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die deutsche Regierung positionierte sich f&#252;r die &#204;bernahme der Mission durch die NATO &#8211; ein klares Zeichen, dass es nicht um eine etwaige Anti-Kriegshaltung geht, sondern darum, den gr&#246;&#223;ten Konkurrenten Deutschlands, n&#228;mlich die USA und Frankreich, etwas mehr Kontrolle aufzulegen, ohne sich dabei zu sehr selbst in die Kriegshandlungen in Libyen zu verstricken. Ein st&#228;rkeres Engagement in Afghanistan k&#246;nnte auch dort die Machtverh&#228;ltnisse zu Gunsten deutscher Konzerne beeinflussen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die offizielle Ablehnung einer Milit&#228;rintervention in Libyen seitens der deutschen Regierung steht insofern auch im Zusammenhang mit dem Versuch, die Ausdehnung der Einflusssph&#228;re Frankreichs im Mittelmeerraum auszudehnen, einzud&#228;mmen. Gleichzeitig versucht Deutschland, die eigene Einflussnahme in der Region zu steigern. Hinter der leeren und zynischen Rhetorik der Menschenrechte verbergen sich also knallharte wirtschaftlichen Interessen. Um es noch einmal mit aller Deutlichkeit zu sagen: Deutschland ist in der imperialistischen Aggression gegen Libyen eine Kriegspartei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die NATO und die RebellInnen&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier stellt sich die Frage nach der Zusammensetzung der RebellInnenfront gegen Gaddafi. Welche Kr&#228;fte unterst&#252;tzt die NATO eigentlich? W&#228;hrend die gro&#223;e Masse der RebellInnen, welche einen heroischen B&#252;rgerInnenkrieg gegen das unterdr&#252;ckerische Regime von Gaddafi f&#252;hren, aus ArbeiterInnen, armen Bauern/B&#228;uerinnen und Jugendlichen besteht, ist der libysche &#8222;Nationale &#204;bergangsrat&#8220; (CNTL), der sich als die F&#252;hrung der RebellInnen versteht (und sogar von Frankreich, Italien und anderen l&#228;ndern schon als legitime Regierung Libyens anerkannt wurde), haupts&#228;chlich aus ehemaligen Gaddafi-Funktion&#228;ren zusammengesetzt, die sich kurzfristig auf die Seite der RebellInnen geschlagen haben, sowie aus Stammesf&#252;hrern und b&#252;rgerlichen Intellektuellen, Anw&#228;ltInnen, Richtern und Offizieren, die in der Konfrontation mit Gaddafi ihre eigene Macht st&#228;rken wollen. Diese F&#252;hrung hat kein Interesse an einer grundlegenden Ver&#228;nderung der sozialen Verh&#228;ltnisse in Libyen, die allein die Grundlagen f&#252;r die Verbesserung der Lebensbedingungen der libyschen Massen legen k&#246;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen verhandelt sie seit Wochen mit der NATO und wird von der CIA unterst&#252;tzt. Es muss noch einmal ganz klar betont werden, dass die milit&#228;rische Unterst&#252;tzung der RebellInnen durch die NATO nichts mit einer tats&#228;chlichen Parteinahme der imperialistischen Gro&#223;m&#228;chte f&#252;r die arabischen Revolutionen zu tun hat. Ganz im Gegenteil: die NATO unterst&#252;tzt die RebellInnen nur deshalb, um deren F&#252;hrung zu kooptieren und sie dazu dr&#228;ngen, pro-imperialistische &#8222;Reformen&#8220; nach ihrer Macht&#252;bernahme in Angriff zu nehmen. Nicht umsonst sprach die Libyen-Konferenz in London ausf&#252;hrlich &#252;ber die &#8222;Nach-Gaddafi-Zeit&#8220;. Der &#8222;Nationale &#204;bergangsrat&#8220; der RebellInnen hat sich dementsprechend auch schon beeilt, solche Reformen anzuk&#252;ndigen. Deshalb besteht die Taktik der ImperialistInnen auf milit&#228;rischer Ebene darin, die RebellInnen zu unterst&#252;tzen (vorerst mit leichtkalibrigen Waffen und Milit&#228;rberaterInnen), damit diese als Bodentruppen der imperialistischen Koalition fungieren. Die F&#252;hrung um die CNTL betritt so den Pfad, den die UCK in Kosovo seinerseits betrat. Die anfangs fortschrittliche UCK, die f&#252;r die nationale Selbstbestimmung und gegen die nationale Unterdr&#252;ckung k&#228;mpfte, wurde zu einem Diener des Imperialismus, der die Bombardements der NATO unterst&#252;tzte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Statt sich aber zum Lakaien der NATO-Intervention machen zu lassen, welche letztendlich nur ein pro-imperialistisches Regime durch ein anderes ersetzen will, m&#252;ssten die libyschen Massen eine unabh&#228;ngige Perspektive entwickeln und sich offensiv sowohl gegen Gaddafi als auch gegen jegliche imperialistische Einmischung positionieren. Die F&#252;hrung des &#8222;Nationalen &#204;bergangsrats&#8220; stellt keine Alternative im Sinne der libyschen Massen dar, sondern ist ebenso pro-imperialistisch wie Gaddafi. Notwendig f&#252;r den Erfolg der libyschen Revolution ist eine unabh&#228;ngige Politik der Unterdr&#252;ckten, die sich mit den ArbeiterInnen, Jugendlichen und armen Massen der anderen arabischen l&#228;nder und weltweit verb&#252;nden und sich deren aktive Solidarit&#228;t sichern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;SPD und Gr&#252;ne f&#252;r einen kriegerischen Kurs&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass eine indirekte Teilnahme an der Intervention von Teilen der deutschen Bourgeoisie als unausreichend angesehen wird, zeigen die skandal&#246;sen Aussagen des ehemaligen F&#252;hrungsmitglieds der Gr&#252;nen, Joschka Fischer, der die Verweigerung einer direkten Kriegsbeteiligung durch Westerwelle mit folgenden Worten kommentierte: &#8222;Mir bleibt da nur die Scham f&#252;r das Versagen unserer Regierung und - leider! - auch jener roten und gr&#252;nen Oppositionsf&#252;hrer, die diesem skandal&#246;sen Fehler anf&#228;nglich auch noch Beifall spendeten.&#8220;[14] Aber auch die offizielle Gr&#252;nen-F&#252;hrung stimmte der UN-Resolution zur Einrichtung der Flugverbotszone zu und forderte die Bundesregierung trotz einiger &#8222;humanit&#228;rer&#8220; Bedenken dazu auf, &#8222;sich aktiv f&#252;r die Umsetzung der Sanktionen, der Einhaltung des Waffenembargos und die Versorgung und Aufnahme von Fl&#252;chtlingen einzusetzen.&#8220;[15]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#204;berraschend ist dies f&#252;r die Gr&#252;nen keinesfalls. So hat Fischer bereits 1998 der deutschen Bourgeoisie zur Kriegslegitimation gegen Jugoslawien verholfen. Auch ohne Fischer kritisieren die heutigen Gr&#252;nen die &#8222;Enthaltung&#8220; der schwarz-gelben Regierung von dem pro-imperialistischen Standpunkt aus, den die Partei schon seit dem Ende der 1990er Jahre offen einnimmt. So stellten sie auch schon 2010 die entschlossenste Fraktion hinter von Guttenbergs (CSU) kriegstreiberischen Milit&#228;rreformen dar[16]. Dessen militaristische Pl&#228;ne zur Professionalisierung der Armee als Vorbereitung zuk&#252;nftiger ausl&#228;ndischer Interventionen kommentierten die Gr&#252;nen lediglich mit den Worten, sie gingen &#8222;lange nicht weit genug.&#8220;[17]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den restlichen Lagern der Opposition gestaltet sich die Lage &#228;hnlich. So wiederholt die SPD ihre tr&#252;gerische Strategie aus der Zeit des beginnenden Irakkriegs. W&#228;hrend sie offiziell Wirtschaftssanktionen als Alternative propagiert[18], nutzt sie die libysche Krise unterschwellig, um der deutschen Bourgeoisie ihren Willen zu demonstrieren, auch zuk&#252;nftige Angriffskriege durchzuf&#252;hren. In einer Stellungnahme zu den Aufst&#228;nden im nordafrikanischem Raum, schreibt die internationale Abteilung des SPD-Parteivorstandes: &#8222;Wer Krieg gegen sein eigenes Volk f&#252;hrt, muss mit Sanktionen rechnen und er ist vor internationaler Strafverfolgung nicht sicher. Diese neue Tendenz im V&#246;lkerrecht wird immer wichtiger und sie l&#228;sst den alten Grundsatz, dass sich die internationale Gemeinschaft nicht in 'innere Angelegenheiten&#8216; eines anderen Staates einmischen darf, bei eklatanten Menschenrechtsverletzungen zunehmend zur&#252;cktreten.&#8220;[19] Hinter der b&#252;rgerlich-humanistischen Rhetorik verbirgt sich hier eine Anbiederung an den deutschen Imperialismus und zeigt den Willen, zuk&#252;nftige Aggressionspl&#228;ne im Parlament mit durchzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem sich die SPD f&#252;r den Krieg gegen Afghanistan stark gemacht hat, die niedergeschossenen Aufst&#228;nde in Bahrain, Jemen, Syrien usw. gr&#246;&#223;tenteils unkommentiert l&#228;sst und im Inneren der BRD f&#252;r den radikalsten Sozialabbau in der Geschichte der BRD verantwortlich ist, d&#252;rfte es nur unverbesserliche SozialpatriotInnen wundern, dass in der sozialistischen Internationale, zur der die SPD geh&#246;rt, auch &#8222;ehrenwerte&#8220; Parteien und Pers&#246;nlichkeiten Platz fanden, wie Ben Alis RCP und Mubaraks NDP.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Orientierungslosigkeit der deutschen Linken&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Deutschland hat die Intervention der NATO seltsamer Weise wenige Debatten ausgel&#246;st. In weiten Teilen des linken Spektrums herrscht Einigkeit &#252;ber den imperialistischen Charakter der Intervention &#8211; das war es aber auch. Die Ablehnung des Libyen-Krieges durch die verschiedenen Teile der reformistischen Linken in der BRD ist in Texten zwar vorhanden, beschr&#228;nkt sich allerdings auf eine halbherzige Kritik der imperialistischen Aggression, die Hoffnungen in einer Verhandlungsl&#246;sung hegt und jede ernsthafte Solidarit&#228;tsarbeit vermissen l&#228;sst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Positionen der Partei &#8220;DIE LINKE&#8221; bewegen sich in diesem Rahmen. In einer Rede im Bundestag verwies der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Van Aken zwar auf die heimt&#252;ckische Unterst&#252;tzung der Regierung f&#252;r den Krieg gegen Libyen[20] und lehnte die Intervention offen ab. Was jedoch von dieser Partei zu erwarten ist, wenn sie den Kreis der Opposition verl&#228;sst und der Macht nahe kommt, zeigte 2009 bereits die Aff&#228;re um das Kundus-Massaker: Die jahrelange Forderung nach einem sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan verwandelte sich in die Forderung nach einem &#8222;geordneten R&#252;ckzug auf Zeit&#8220; &#8211; denn die F&#252;hrung der Linkspartei wollte der herrschenden Klasse zeigen, dass auch mit ihnen Kriege zu f&#252;hren sind, in der Hoffnung auf eine Rot-Rot-Gr&#252;ne Bundesregierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Lothar Bisky sprach sich als Vertreter der deutschen Linkspartei auf EU-Ebene gegen eine milit&#228;rische Intervention in Libyen aus. Trotzdem gab er jedoch seine Stimme f&#252;r die UN-Resolution 1973[21]. Diesen Widerspruch zwischen Wort und Tat suchte er mit der Argumentation zu verschleiern, dass die Resolution auch Gerechtes beinhalte, so zum Beispiel die Anerkennung des nationalen &#204;bergangsrates als legitime F&#252;hrung der Revolution. Dass dieser Rat zu entscheidenden Teilen aus Ministern des reaktion&#228;ren Gaddafi-Regimes besteht, die dem Diktator erst vor kurzem den R&#252;cken kehrten, wird hierbei allerdings verschwiegen. Wenn auch diese Stimmabgabe gegen den mehrheitlichen Willen der Linkspartei ging, so findet die Kluft zwischen linker Rhetorik und rechter Politik doch Parallelen in der Geschichte der Linkspartei.[22]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine umgekehrte aber &#228;hnlich unhaltbare Position vertritt ein gro&#223;er Teil der DKP: Sie verurteilen zwar die imperialistische Intervention, schreiben dabei aber Gaddafi eine antiimperialistische Haltung zu. Somit &#252;bernehmen sie beinah wortw&#246;rtlich die Positionen eines Fidel Castro[23] oder Hugo Ch&#225;vez[24]. Sie sehen also in Gaddafi nicht den Garant der imperialistischen Ordnungs in der Region, der sich dem Neoliberalismus verschwor und sich schamlos durch die Ertr&#228;ge aus dem Export des Erd&#246;ls bereichert hat; nicht den Diktator, der bis vor kurze Zeit beste Beziehungen zu den imperialistischen M&#228;chten unterhielt, angefangen bei Berlusconi und Sarkozy und auch bei den USA, die ihn f&#252;r einen unerl&#228;sslichen Verb&#252;ndeten im &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; hielten. Ein Gro&#223;teil der DKP sehen in ihm reflexartig einen antiimperialistischen K&#228;mpfer. Somit nehmen sie in letzter Instanz eine reaktion&#228;re Haltung zur Intervention ein, die mit einem falsch verstandenen Antiimperialismus gesalzen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So schrieb die Rostocker DKP in ihrer Stellungnahme &#8222;H&#228;nde weg von Libyen&#8220; vom 22. M&#228;rz 2011: &#8222;Seit Ghaddafi mit einer Gruppe progressiver Offiziere 1969 Libyen durch einen revolution&#228;ren Putsch auf die Stra&#223;e des gesellschaftlichen Fortschritts unter arabischen Bedingungen gebracht hatte, musste das internationale Kapital auf 90% der Erd&#246;lvorkommen in Libyen verzichten. Diese Gewinne wurden f&#252;r ein kostenloses Gesundheitswesen, kostenloses Bildungssystem, niedrige Mieten, also einen passablen Lebensstandard der einfachen Menschen verwandt.&#8220;[25] Ein blau&#228;ugigeres Bild vom Gaddafi-Regime ist kaum vorstellbar!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings ist diese Haltung so untragbar, dass dies zu entgegengesetzte Positionen innerhalb der DKP f&#252;hrte. So behauptet die DKP offiziell &#8222;Es gibt keinen Grund, f&#252;r das Gaddafi-Regime von heute besondere Sympathie zu empfinden. Die Zeit, in der er als Verfechter eines &#8222;arabischen Sozialismus&#8220; in der Weltpolitik objektiv eine antiimperialistische Rolle spielte, ist seit l&#228;ngerem vorbei.&#8220;[26]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als eine gef&#228;hrliche Entwicklung sehen wir die Positionen, die von manchen Teilen der trotzkistischen Linken vertreten werden. Einige trotzkistische Organisationen entwickeln sich weg von den theoretischen und programmatischen Errungenschaften der revolution&#228;ren ArbeiterInnenbewegung, auf der Suche nach Abk&#252;rzungen zur Revolution. So hat der aus dem Libanon stammende und in Frankreich lebende Intellektuelle Gilbert Achcar, der dem Vereinigten Sekretariat der Vierten Internationale nahe steht, die &#8220;Flugverbotszone&#8221; kritisch unterst&#252;tzt[27]. Es gibt andere Mitglieder dieser &#8222;Vierten Internationale&#8220;, die sich gegen jede Intervention aussprechen, doch leider tun diese Mitglieder so, als ob eine solche Unterst&#252;tzung f&#252;r imperialistische Bombardements eine einfache Meinungsverschiedenheit unter Revolution&#228;rInnen und nicht eine grundlegende Prinzipienfrage f&#252;r die revolution&#228;re Bewegung darstellen w&#252;rde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den gleichen Fehler macht das in der Presse als trotzkistisch bezeichnete Netzwerk Marx21. In der letzten Ausgabe ihrer Zeitschrift Marx21 spricht Achcar &#252;ber die arabische Revolte und deren Auswirkungen. Darin verliert er kein einziges Wort &#252;ber Libyen. Nichts sagt er &#252;ber seine aus revolution&#228;r-marxistischer Sicht skandal&#246;se Unterst&#252;tzung f&#252;r die &#8222;Flugverbotszone&#8220;, und der Interviewer sieht sich auch nicht in der Pflicht, irgendeine Frage diesbez&#252;glich zu stellen. In einem anderen Artikel der gleichen Ausgabe erkl&#228;rt Stefan Ziefle, dass sich &#8222;ein Fl&#252;gel der [RebellInnen-]Bewegung der NATO zugewandt [hat] und auf echte Unterst&#252;tzung [hofft]. (...) Wenn Revolutionen scheitern, dann mit allen blutigen Folgen, die das hat. Trotzdem sind sie der einzige Weg zur Befreiung. Es gibt keine Abk&#252;rzung &#252;ber die NATO. Und nur die Libyer selbst k&#246;nnen die Revolution machen. (...) Aber es gibt M&#246;glichkeiten, ihnen dabei zu helfen: Wir m&#252;ssen daf&#252;r sorgen, dass unsere Regierungen den revolution&#228;ren Prozess nicht mit Waffengewalt ersticken. Vor allem d&#252;rfen wir nicht zu Handlangern der westlichen Regierungen machen, die alles daran setzen werden, eine wahre Befreiung zu ersticken.&#8220;[28] Aber auch er verliert kein Wort &#252;ber die absurde Position Achcars zur Flugverbotszone. Genausowenig nimmt er eine konkrete Analyse derjenigen Kr&#228;fte vor, die sich &#8222;der NATO zugewandt&#8220; haben und spricht nicht &#252;ber die Notwendigkeit einer unabh&#228;ngigen Politik der Unterdr&#252;ckten gegen&#252;ber dem CNTL. Wichtig hierbei ist, dass die Fragen der &#8220;Flugverbotszone&#8221; sowie die pro-imperialistischen Positionen des &#204;bergangsrates verschwiegen werden. In dem sie diese Fragen ausklammern, nimmt Marx21 selbst eine schwammige Position zu diesen zentralen Fragen des internationalen Klassenkampfes ein. Diese &#8220;Verwischung der Gegens&#228;tze zwischen den verschiedenen Tendenzen&#8221; ist laut dem russischen Revolution&#228;r Leo Trotzki typisch f&#252;r zentristische Organisationen.[29]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#196;hnlich verh&#228;lt es sich mit der angeblich fortschrittlichen Forderung nach &#8222;Waffen f&#252;r die libyschen Rebellen&#8220;, die unter anderem die Partido Obrero (Arbeiterpartei, PO) aus Argentinien und Liga f&#252;r die F&#252;nfte Internationale (LFI) aufstellt. In einem Artikel der britischen LFI-Sektion werden die libyschen RebellInnen ausnahmslos als Revolution&#228;rInnen dargestellt[30]. Zwar wird der pro-imperialistische &#204;bergangsrat mit einem Halbsatz kritisiert, gleichzeitig aber so getan, als wenn er kaum Einfluss &#252;ber die Masse der Aufst&#228;ndischen h&#228;tte. Aus dieser kurzsichtigen Position heraus, die die Dialektik von Basis und F&#252;hrung in der libyschen Revolution gr&#246;&#223;tenteils ignoriert, folgt die halbherzige Kritik an der NATO, dass sie die libyschen RebellInnen nicht konsequent mit Waffen beliefern w&#252;rde. Diese Forderung ist aus zwei Gr&#252;nden fatal: zun&#228;chst einmal argumentiert die LFI damit wiederum f&#252;r die Abh&#228;ngigkeit der Bewegung von der NATO, anstatt konsequent jede Einmischung der NATO zu verurteilen. Und zweitens fehlt der Forderung eine Analyse der Frage, wen genau man mit Waffen unterst&#252;tzen sollte: Den Nationalen &#204;bergangsrat und die privaten Milizen der Stammesf&#252;hrer und Ex-Gaddafi-Funktion&#228;re? Wie w&#252;rden die &#8222;einfachen&#8220; RebellInnen, die quasi &#8222;unabh&#228;ngig&#8220; von der F&#252;hrung des CNTL sind, an die Waffen kommen? Diese Fragen scheinen spitzfindig, aber sie sind von gr&#246;&#223;ter Bedeutung in dem Moment, wenn die von der NATO bewaffneten Milizen der Stammesf&#252;hrer nach einem m&#246;glichen Umsturz Gaddafis die armen Massen der RebellInnen und ArbeiterInnen blutig unterdr&#252;ckt. Statt einer pro-imperialistischen F&#252;hrung noch mehr Mittel in die Hand zu geben, die unterdr&#252;ckerische Politik Gaddafis unter neuer Maske weiterzuf&#252;hren, w&#228;re es eine viel fortschrittlichere Forderung, die mobilisierten arabischen Massen und Linke und ArbeiterInnenorganisationen weltweit zu Solidarit&#228;tsstreiks und Blockaden gegen Gaddafi und die NATO-Intervention aufzurufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Eine revolution&#228;re Haltung&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir besch&#228;ftigen uns in diesem Artikel mit einigen wenigen Positionen linker Str&#246;mungen nicht um einer intellektuellen Neugier willen, sondern weil wir dadurch zur Beantwortung der Frage beitragen wollen, was f&#252;r eine Partei die Ausgebeuteten und Unterdr&#252;ckten in Libyen und weltweit brauchen, um den Kapitalismus zu st&#252;rzen. Daf&#252;r ist es notwendig, eine ideologische und programmatische Trennlinie zu ziehen zwischen denjenigen, die Begriffe wie &#8220;Diktatur des Proletariats&#8221; oder &#8220;gewaltsamen Umsturz der kapitalistischen Herrschaft&#8221; als &#252;berholt ansehen und deshalb durch schwammige Losungen ersetzen. F&#252;r uns ist es dagegen keineswegs so, dass die Losungen der sozialistischen Revolution &#252;berholt sind. Stattdessen zeigen die Ereignisse in den arabischen l&#228;ndern die Aktualit&#228;t marxistischer Theorie und Praxis. &#8222;Zu behaupten, dass die aktuelle Periode von einer weltweiten Kapitalismuskrise kennzeichnet ist, bedeutet, dass alles relativ instabil ist. Wenn wir behaupten, dass wir uns vor dem Ende der b&#252;rgerlichen Restauration befinden, und dass ein neuer Zyklus anf&#228;ngt, impliziert dies, dass die b&#252;rgerliche Stabilit&#228;t prek&#228;r ist. Dies ist was die aktuellen Prozessen zeigen. So zeigt das Beispiel Libyens, dass ein Land mit Wirtschaftswachstum in eine Krise abgleiten und aufgrund politischer Widerspr&#252;che in die Luft fliegen kann.&#8220;[31]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Historische Erfahrungen zeigen, dass es zu weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Klassen kommen wird &#8211; mitunter auch zu entscheidenden Schlachten. Deshalb sehen wir heute die Aufgabe darin, uns theoretisch und politisch darauf vorzubereiten. Das Ziel dabei ist, Einfluss bei den Massen zu gewinnen, damit die ArbeiterInnen und Unterdr&#252;ckten einen sozialistischen Ausweg aus der Krise finden. Die arabischen Massen haben eindrucksvoll bewiesen, dass die bestehende Ordnung &#8211; die monolithisch zu sein schien &#8211; umgest&#252;rzt werden kann. Dies ist ein Schlag ins Gesicht f&#252;r alle SkeptikerInnen, die entweder von der Unm&#246;glichkeit ausgehen, irgendetwas zu tun,, oder dies nur als eine entfernte, beinahe hypothetische M&#246;glichkeit ansehen. F&#252;r diejenigen, die die direkte Aktion der Massen auf den Stra&#223;en und in den Betrieben als historisch relevant ansehen, ist dies von au&#223;erordentlicher Wichtigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gleichzeitig zeigen die aktuellen Erfahrungen in der arabischen Welt, dass das Fehlen einer Organisation mit programmatischer und strategischer Klarheit sowie starker Verankerung in der ArbeiterInnenklasse dazu f&#252;hrt, dass die Proteste auf halbem Wege stehen bleiben. Nur der konsequente Bruch mit dem Imperialismus, nur eine sozialistische Revolution in den l&#228;ndern des Nahen und Mittleren Ostens und Nordafrikas kann das Joch der Unterdr&#252;ckung, unter dem die arabischen Massen leiden, absch&#252;tteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die schwammigen Positionen zu Libyen und die gr&#246;&#223;tenteils ausbleibende praktische Solidarit&#228;t aus Deutschland mit den revolution&#228;ren Prozessen in der arabischen Welt sind noch ein Beweis f&#252;r die Notwendigkeit des Aufbaus einer revolution&#228;ren Partei der ArbeiterInnen und Jugendlichen als Teil einer revolution&#228;ren Internationale. Eine solche Partei und Internationale sind die Grundvoraussetzungen f&#252;r die Entwicklung einer wirklich antiimperialistischen Politik, die hierzulande die Komplizenschaft der Bundesregierung bei den Luftangriffen in der breiten &#214;ffentlichkeit anprangert, Proteste auf der Stra&#223;e und in den Betrieben organisiert, und Streiks gegen die Kriegsmaschinerie organisiert, z.B. in H&#228;fen[32], Waffenfabriken etc. Denn der Kampf gegen den Imperialismus kann nicht einfach den kapitalistischen Peripherien auferlegt werden, sondern muss auch in den kapitalistischen Zentren selbst gef&#252;hrt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine solche revolution&#228;re ArbeiterInnenpartei muss sich deswegen international organisieren und weltweit Proteste gegen imperialistische Interventionen und kapitalistische Ausbeutung anf&#252;hren. Wir von der Revolution&#228;ren Internationalistischen Organisation (RIO) und der Trotzkistischen Fraktion &#8211; Vierte Internationale (FT-CI) versuchen, mit unseren bescheidenen Kr&#228;ften, in diesem Sinne zu wirken[33].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir lehnen jede Illusion in den proimperialistischen &#204;bergangsrat in Libyen oder in die geheuchelte Kriegsenthaltung in Deutschland ab. Stattdessen treten wir f&#252;r eine breite Solidarit&#228;t aller linken und ArbeiterInnenorganisationen f&#252;r die aufst&#228;ndischen Massen in der arabischen Welt ein[34]. Wir fordern all diese Kr&#228;fte dazu auf, in der Frage des Internationalismus den Worten Taten folgen zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die ImperialistInnen k&#246;nnen und werden in Libyen keine &#8220;Gerechtigkeit&#8221;, keine soziale Gleichheit schaffen. Die reaktion&#228;re Intervention muss einer internationalen, proletarischen Aktion beantwortet werden!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen die NATO-Aggression in Libyen! Gegen jede Einmischung des Imperialismus in die Prozesse im Nahen Osten!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den revolution&#228;ren Sturz des Gaddafi-Regimes!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r die sozialistische Revolution in Nordafrika und im Nahen Osten...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;...und weltweit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;//20. Mai 2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;//Revolution&#228;re Internationalistische Organisation, RIO (deutsche Sektion)&lt;br&gt; //Internationaler Klassenkampf (Trotzkistische Fraktion &#8211; Vierte Internationale, FT-CI)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fu&#223;noten&lt;br class='autobr' /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;[1] RIO Int
&lt;br&gt;
[2] Tagesspiegel
&lt;br&gt;
[3] FT-CI
&lt;br&gt;
[4] FDP
&lt;br&gt;
[5] CDU
&lt;br&gt;
[6] FAZ
&lt;br&gt;
[7] RIO Int
&lt;br&gt;
[8] Handelsblatt
&lt;br&gt;
[9] Quelle: R&#252;stungsexportberichte 2001 - 2009
&lt;br&gt;
[10] Ein konkretes Beispiel ist der bekanntgewordene Zwischenfall zwischen der (damaligen) Au&#223;enministerin Michele Alliot-Marie und einem Unternehmer, der dem tunesischen Ex-Pr&#228;sidenten Ben Ali nahesteht. Die h&#246;chst besch&#228;mende Situation f&#252;hrte zu der Entlassung Allio-Maries und ihrer Ersetzung durch den Veteranen Alain Jupp&#233;. Frankreich, das viele nordafrikanische Kolonien hatte und sich selbst eine historische und koloniale Verantwortung gegen&#252;ber der Region auferlegt, hat daraufhin radikal den Ton ge&#228;ndert.
&lt;br&gt;
[11] La Estrella Panam&#225;: Francia marca su territorio. 10. April 2011.
&lt;br&gt;
[12] Libya Export and Import Trade Inidicators and Statistics:
&lt;br&gt;
Exports: $44.89 billion (2010 est.)&lt;br&gt; Exports - commodities: crude oil, refined petroleum products, natural gas, chemicals&lt;br&gt; Exports - partners: Italy 37.65%, Germany 10.11%, France 8.44%, Spain 7.94%, Switzerland 5.93%, US 5.27% (2009)&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Imports: $24.47 billion (2010 est.)&lt;br&gt; Imports - commodities: machinery, semi-finished goods, food, transport equipment, consumer products&lt;br&gt; Imports - partners: Italy 18.9%, China 10.54%, Turkey 9.92%, Germany 9.78%, France 5.63%, Tunisia 5.25%, South Korea 4.02% (2009)&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Quelle: CIA World Factbook.
&lt;br&gt;
[13] Insbesondere die T&#252;rkei hat sich gegen die alleinige F&#252;hrung Frankreichs stark gemacht und somit indirekt Partei f&#252;r die NATO-Intervention in Libyen ergriffen &#8211; ein Ausdruck des Versuchs, gegen&#252;ber anderen Mittelmeer-Anrainern und anderen muslimischen Staaten an politischem Gewicht zu gewinnen.
&lt;br&gt;
[14] Spiegel
&lt;br&gt;
[15] Gr&#252;ne
&lt;br&gt;
[16] Der ehemalige Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) plante die Umstrukturierung der Bundeswehr zu einer Berufsarmee, die die Legitimation f&#252;r offene Angriffskriege besitzen sollte. Um ihrer &#8222;Effizienz&#8220; Willen sollte ihre milit&#228;rische F&#252;hrung zentralisiert und der parlamentarischen Kontrolle entzogen werden. &lt;br&gt;
[17] WSWS
&lt;br&gt;
[18] Schon im beginnenden Irakkrieg kosteten solche Sanktionen mehr Leben als die direkte Kriegsf&#252;hrung.
&lt;br&gt;
[19] SPD
&lt;br&gt;
[20] Linksfraktion
&lt;br&gt;
[21] WSWS
&lt;br&gt;
[22] Schon die arbeiterInnenfeindliche Bankenrettung nach Ausbruch der Wirtschaftskrise wurde von der Linkspartei zwar in Reden kritisiert, mit der Zustimmung zum Schnellverfahren der Abwicklung jedoch tatkr&#228;ftig unterst&#252;tzt. &lt;br&gt;
[23] &#8220;Ich sehe Libyen als ein Land der Bewegung der Blockfreien l&#228;nder und als einen der souver&#228;nen Staaten von den knapp 200 der Organisation der Vereinten Nationen. (...) Wenn Gaddafi die Traditionen seines Volkes ehrt und so zu k&#228;mpfen beschlie&#223;t, wie er es versprochen hat, d.h. bis zum letzten Atemzug an der Seite der Libyer, die den schlimmsten Bombardements zu begegnen haben, die jemals ein Land erlitten hat, dann wird er die NATO und ihre kriminellen Projekte im Morast ihrer Schmach versenken. Die V&#246;lker achten jene Menschen, die ihre Pflicht zu erf&#252;llen wissen, und glauben an sie.&#8221; (Reflexionen des Genossen Fidel: Der faschistische Krieg der NATO). &lt;br&gt;
[24] Der venezolanische Pr&#228;sident Hugo Ch&#225;vez h&#228;lt weiter zu Gaddafi. Ch&#225;vez ging soweit, Gaddafi als den &#8222;Bol&#237;var Libyens&#8220; zu preisen. Im September 2009, als Gaddafi zu einem Gipfeltreffen auf die venezolanische Isla Margarita gereist war, &#252;berreichte Ch&#225;vez Gaddafi die Halskette des venezolanischen Befreier-Ordens und eine Replik des Schwertes von Sim&#243;n Bol&#237;var. Schon 2004 hatte Gaddafi Ch&#225;vez mit dem &#8222;Internationalen Gaddafi-Menschenrechtspreis&#8220; ausgezeichnet. Auch lie&#223; er ihm von einer libyschen Universit&#228;t den Ehrendoktor f&#252;r seine Verdienste bei der &#8222;St&#228;rkung der sozialen Gerechtigkeit und der Demokratie der Massen&#8220; verleihen. &lt;br&gt;
[25] DKP MV
&lt;br&gt;
[26] Unsere Zeit: Kein Krieg um &#214;l in Libyen! 11. M&#228;rz 2011.
&lt;br&gt;
[27] International Vierpoint
&lt;br&gt;
[28] Marx21 &lt;br&gt;
[29] Zitat aus: Leo Trotzki: Was Nun? Schl&#252;sselfragen des deutschen Proletariats. Kapitel 9 &#252;ber die SAP.
&lt;br&gt;
Wie Trotzki es zutreffend formulierte ist &#8222;Der Zentrismus [ist] theoretisch formlos und eklektisch; er flieht m&#246;glichst theoretische Verbindlichkeit und ist (in Worten) geneigt, der 'revolution&#228;ren Praxis&#8216; den Vorrang zu geben vor der Theorie, ohne zu begreifen, da&#223; allein die marxistische Theorie der Praxis eine revolution&#228;re Richtung zu geben vermag.&#8220; (Trotzki: Der Zentrismus und die Vierte Internationale. 1934). Der Zentrismus spricht also mit einem marxistischem Vokabular, aber &#8222;indem er vor den praktischen Schlussfolgerungen ausweicht&#8220;, verharmlost er seine Kritik.
&lt;br&gt;
[30] WP
&lt;br&gt;
[31] PTS: Una nueva primavera de los pueblos. 10 M&#228;rz 2011.
&lt;br&gt; &#8222;Decir que el actual es un per&#237;odo signado por la crisis capitalista internacional es decir que todo es relativamente inestable. Decir que estamos al fin de la restauraci&#243;n burguesa y que estamos entrando a un nuevo ciclo, significa que toda estabilidad burguesa es relativamente precaria, y eso es lo que muestran los procesos actuales. Por ejemplo, Libia muestra que un pa&#237;s con crecimiento econ&#243;mico puede entrar en crisis y explotar por contradicciones pol&#237;ticas.&#8220;
&lt;br&gt;
[32] Dass solche ArbeiterInnenproteste gegen imperialistische Kriege auch heute m&#246;glich sind, zeigt das Beispiel des HafenarbeiterInnenstreiks am 1. Mai 2008 an der Westk&#252;ste der USA: RIO DE
&lt;br&gt;
[33] So arbeiten wir im Berliner B&#252;ndnis zur Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in der arabischen Welt mit.
&lt;br&gt;
[34] RIO DE&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>RIO und IK am 1. Mai</title>
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		<dc:date>2011-05-07T05:41:26Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Kurze Berichte aus Berlin, M&#252;nchen, Saarbr&#252;cken, Z&#252;rich, St. Gallen und Buenos Aires&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Berlin: Gewerkschaftsspaziergang, revolution&#228;re Demo und vieles mehr&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Berlin gab es zwei offizielle Demonstrationen und eine Spontandemonstration.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um 9 Uhr trafen sich circa 2.000 Menschen zur Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Das Motto &#8211; &#8222;Das ist das Mindeste&#8220; &#8211; war passend gew&#228;hlt, ist doch auch die allgemeine Kampfbereitschaft der DGB-F&#252;hrung nie mehr, als &#8222;das Mindeste&#8220;. Und so auch am ersten Mai: Ein kleinlauter Spaziergang als kl&#228;glicher Ersatz f&#252;r eine k&#228;mpferische Demonstration. Von ArbeiterInnenvierteln hielt man sich dabei ebenso konsequent fern, wie von echter ArbeiterInnenpolitik.&lt;br class='autobr' /&gt;
Ein klassenk&#228;mpferischer Block mit &#252;ber 500 TeilnehmerInnen gab dieser Demo ihren einzigen, ernsthaften Inhalt. Die anarchosyndikalistische Freie Arbeiterinnen- und Arbeiterunion hatte dabei ihren eigenen &#8222;Block im Block&#8220;. Nachmittags kam es zu einer Spontandemonstration mit bis zu 1.000 TeilnehmerInnen am Mariannenplatz, die sich gegen die steigenden Mieten und die unsozialen Privatisierungen in der Hauptstadt richtete.&lt;br class='autobr' /&gt;
Um 18 Uhr trafen sich &#252;ber 10.000 Jugendliche und ArbeiterInnen am Kottbusser Tor zur revolution&#228;ren 1. Mai-Demonstration. Auf der Demo ging es um den Kampf gegen Sozialk&#252;rzungen, die Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in Nordafrika und dem Nahen Osten und die revolution&#228;re &#204;berwindung des Kapitalismus. Internationale Redebeitr&#228;ge und linker Rap von Holger Burner begleiteten die Demo durch Kreuzberg und Neuk&#246;lln.&lt;br class='autobr' /&gt;
Nach gut einer Stunde friedlicher Demonstration kam es an der Spitze des Zuges zu Auseinandersetzungen. Auf eingeworfene Scheiben von Banken und Mode-Gesch&#228;ften folgten Pfefferspray und Verhaftungen. Am Rathaus Neuk&#246;lln kam es schlie&#223;lich zu einem zweiten Zusammensto&#223; zwischen Polizei und Demonstrierenden. Im Anschluss folgte die Aufl&#246;sung der Demo durch die VeranstalterInnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele, friedliche TeilnehmerInnen bestanden allerdings auf ihr Demonstrationsrecht. So fanden sich neue AnmelderInnen, die mit der Polizei eine kurze Fortf&#252;hrung der Demonstration aushandelten. Am Hermannplatz wurde die Menschenmenge dann schlie&#223;lich unter gr&#246;&#223;erer Polizei-Pr&#228;senz und vereinzelten Auseinandersetzungen zerstreut.&lt;br class='autobr' /&gt;
RIO war von morgens bis abends mit einem eigenen Block pr&#228;sent und verteilte eine Stellungnahme &#8220;F&#252;r einen internationalistischen 1. Mai im Zeichen des arabischen Fr&#252;hlings!&#8221;, die zusammen mit den GenossInnen der Trotzkistischen Fraktion &#8211; Vierte Internationale (FT-CI) in Deutschland herausgegeben wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von Markus Oliver, RIO, Berlin&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;M&#252;nchen: Keine Ausschreitungen aber Pfiffe f&#252;r den B&#252;rgermeister&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der 1. Mai begann um 9:30 Uhr mit einer Ansprache mehrerer Funktion&#228;rInnen unterschiedlicher Gewerkschaftsgruppen vor dem Gewerkschaftshaus. Danach ging die Demonstration mit bis zu 5.000 TeilnehmerInnen los. Der &#8222;k&#228;mpferische Gewerkschaftsblock&#8220; bestand aus SDAJ, PAKT, RIO und weiteren Gruppierungen. Im Rest der Demonstration waren auch MLPD, DKP, Linkspartei und SPD zu sehen. Parolen waren recht selten zu h&#246;ren &#8211; h&#246;chstens aus dem kurdisch-t&#252;rkischen Block.&lt;br class='autobr' /&gt;
Die Ankunft am Kundgebungsort war um circa 11 Uhr, wo auch der DGB-Vorsitzende Bayerns und der sozialdemokratische M&#252;nchner Oberb&#252;rgermeister Christian Ude ihre Reden hielten, wobei der B&#252;rgermeister nicht sehr freundlich empfangen wurde. Vor allem als er von der Wettbewerbsf&#228;higkeit der &#246;ffentlichen Betriebe sprach, wurde er ausgepfiffen, was ihn ein wenig w&#252;tend werden lie&#223; (das schlug sich nieder in einer kurzen &#8222;Wer dagegen ist, hat doch keine Ahnung&#8220;-Reaktion).&lt;br class='autobr' /&gt;
Am Ende der Kundgebung spielte eine Band noch ein recht interessantes Lied (&#8222;Wir sind doch eine Klasse, wir d&#252;rfen uns nicht trennen lassen&#8221; etc.), und danach gab es ein Weichsp&#252;lkulturprogramm und verschiedene St&#228;nde, die haupts&#228;chlich dem Informationszweck dienten (Mieterbund, Gewerkschaft der Gastst&#228;tten, etc.) In M&#252;nchen gab es keine Ausschreitungen und entspannte PolizistInnen.&lt;br&gt;
Auch hier wurde von RIO die Stellungnahme mit dem arabischen Schriftzug &#8220;Permanente Revolution&#8221; verteilt.&lt;br&gt;
von Kyle Best, RIO, M&#252;nchen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Saarbr&#252;cken: Routine in sozialpartnerschaftlichem Geist&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Saarbr&#252;cken war die von den Gewerkschaftsapparaten organisierte Demonstration und anschlie&#223;ende Kundgebung reine Routine in sozialpartnerschaftlichem Geist. Unter dem Motto &#8220;Protest und Fest&#8221; wurden als zentrale Forderungen &#8222;faire l&#246;hne, gute Arbeit und soziale Sicherheit&#8220; gefordert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Demozug startete unter strahlender Sonne am Schlossplatz und endete am Tbilisser Platz vor dem Staatstheater. Dort sprachen Eugen Roth, Vorsitzender des DGB Saar, und Bernhard Witthaut, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. Als sie anfingen zu sprechen, stieg der Alkoholkonsum bei vielen TeilnehmerInnen schlagartig.&lt;br class='autobr' /&gt;
An der Demonstration nahmen circa 3.500 Personen teil. Auffallend war die gro&#223;e Zahl an Jugendlichen, sowohl von der IG Metall wie auch von Unorganisierten. Mit ihren selbstgebastelten Schildern gegen Leiharbeit und ihren Sprechch&#246;ren gegen Prekarisierung und schlechte Zukunftsaussichten haben sie teilweise f&#252;r eine etwas k&#228;mpferische Stimmung gesorgt. Sie waren es auch, die den Demozug mehrfach angehalten haben, um kurze Sitzblockaden durchzuf&#252;hren. Eine beliebte Parole war: &#8220;wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut&#8221;, die sich an die Parolen der Studierenden im Bildungsstreik 2009 anlehnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter den TeilnehmerInnen fanden sich mehrere ArbeiterInnendelegationen zusammen, darunter die ver.di-Betriebsgruppe im Klinikum Saarbr&#252;cken, ArbeiterInnen von Saargummi und die IG Metall-Vertrauensleute von Ford Saarlouis. Unter den politischen Parteien und Gruppierungen waren SPD, SDAJ , MLPD und kurdische Gruppen sowie die Gruppe Internationaler Klassenkampf anwesend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir, von Internationaler Klassenkampf, sind zur Demonstration mit einem gemeinsam mit RIO (Revolution&#228;r Internationalistische Organisation) herausgegebenen Flyer &#8220;F&#252;r einen internationalistischen 1. Mai im Zeichen des arabischen Fr&#252;hlings!&#8221; gegangen. Dieser Flyer - der insbesondere bei jungen IG-Metall-Mitgliedern gut ankam - zeigt die Verbindung zwischen der Wirtschaftskrise, den Angriffen der herrschenden Klassen auf die Ausgebeuteten und Unterdr&#252;ckten und deren Antwort auf. Diese Antwort findet heute ihren H&#246;hepunkt in den revolution&#228;ren Prozessen in der arabisch-muslimischen Welt, in denen die ArbeiterInnenklasse eine zentrale Rolle spielt, wie im Falle Tunesiens und vor allem &#196;gyptens.&lt;br class='autobr' /&gt;
Auch die Angriffe der herrschende Klasse in Deutschland sind Ausdruck des gesteigerten Konfliktes zwischen den Klassen, der sich in einer Prekariesierung der Arbeit unds einer Verschlechterung der Lebensbedingungen der Lohnabh&#228;ngigen ausdr&#252;ckt, w&#228;hrend im gleichen Zug Banken mit &#246;ffentlichem Geldern gerettet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies alles verdeutlicht die Notwendigkeit des Aufbaus einer revolution&#228;ren Organisation, nicht nur in den arabischen l&#228;ndern sondern auch in Deutschland und der ganzen Welt. Darin sehen wir von RIO und IK eine zentrale Aufgabe und wir laden alle revolution&#228;ren ArbeiterInnen und Jugendlichen ein, gemeinsam mit uns diese gewaltige Aufgabe in Angriff zu nehmen: den Kampf f&#252;r den Wiederaufbau der Vierten Internationale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von Mark Turm, Internationaler Klassenkampf (FT-CI), Saarbr&#252;cken&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Z&#252;rich: Revolution&#228;rer Block auf Gewerkschaftsdemo und 500 Verhaftungen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Erste Mai in Z&#252;rich begann um 9.30 Uhr in der Lagerstra&#223;e mit der offiziellen Demonstration der Gewerkschaften. Insgesamt nahmen ungef&#228;hr 10.000 Personen teil, wovon sich mindestens 500 zu einem revolution&#228;ren Block formierten. Nach Abschluss der Route fand auf dem B&#252;rkliplatz die Schlusskundgebung statt. Die sozialdemokratische Bundespr&#228;sidentin Micheline Calmy-Rey wurde eingeladen, eine Rede zu halten, was schon im Vorfeld Aufrufe zu St&#246;raktionen provozierte. Tats&#228;chlich erschallte beim Auftritt der Bundespr&#228;sidentin ein Pfeifkonzert, so dass ihre Rede um eine halbe Stunde verlegt werden musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Anschluss fand auf dem Kanzleiareal (Areal um ein Schulhaus) der &#8220;Revolution&#228;re Treff&#8221; statt. Von 12 bis 13 Uhr gab es dort Infost&#228;nde, eine Bar und Musik. Von 13 bis 15 Uhr gab es verschiedene Auftritte, unter anderem vom M&#252;nchner Rapper Crument und der Band RedSka. Es kamen immer mehr Leute in dieses Kanzleiareal. Um circa 16:30 Uhr wurde dieses dann von einem riesigen Aufgebot der Polizei komplett eingekesselt und &#252;ber 500 Personen verhaftet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solche Aktionen gab es schon in fr&#252;heren Jahren, doch neu war, dass die Polizei nicht nur das Kanzleiareal selbst sondern auch einen angrenzenden Platz einkesselte, um so Personen, die von der Polizei ohne genauere Beschreibung als &#8222;Gaffer&#8220; bezeichnet werden, ebenfalls zu verhaften. Auch dr&#228;ngte die Polizei die au&#223;erhalb des Kessels stehenden Personen immer weiter zur&#252;ck, woraufhin die Stimmung immer aggressiver wurde. Auch die Wasserwerfer lie&#223;en nicht lange auf sich warten, was viele zum Anlass nahmen, Steine und Flaschen zu werfen, worauf die Polizei dann wiederum mit Hartgummigeschossen antwortete. Ab 20 Uhr gab es im inzwischen wieder freigegebenen Kanzleiareal in einer Theaterhalle noch verschiedene Workshops zu Arbeitskampf, Frauenkampf, Anti-AKW Bewegung, Kurdistan, und politischen Gefangenen. Danach spielte ein regionaler Liedermacher politische Lieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von Albert Olter, RIO, Z&#252;rich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;St. Gallen: 1. Mai am 30. April wegen des reaktion&#228;ren Versammlungsgesetzes&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Samstag, den 30. April, versammelten sich rund 200 Personen in St. Gallen zur 1. Mai-Kundgebung. Organisiert wurde sie wie jedes Jahr haupts&#228;chlich von den Gewerkschaften. Dass die Demonstration am Samstag und nicht am 1. Mai selbst durchgef&#252;hrt wurde, geht auf das rigorose Polizeigesetz in St. Gallen zur&#252;ck, das unter anderem Demonstrationen an Sonntagen verbietet. Die Demonstrationsroute verlief durch die Altstadt und wurde dabei von einer Blaskapelle angef&#252;hrt, die traditionelle ArbeiterInnenlieder spielte. So hatte das Ganze eher die Ausstrahlung eines Spaziergangs, von k&#228;mpferischer Stimmung war nichts zu sp&#252;ren. Auf dem Marktplatz, dem Abschlussort der Demonstration, traten danach einige RednerInnen auf: Der sozialdemokratische St&#228;nderatskandidat Paul Rechsteiner, Mitglieder der Jungen Gr&#252;nen, ein Poetryslammer, sowie eine Rednerin des kurdischen Kulturvereins.&lt;br class='autobr' /&gt;
Am Abend luden die Jusos (Jugendorganisation der SozialdemokratInnen) und die Jungen Gr&#252;nen zum 1. Mai-Benefizkonzert, welches das Verst&#228;ndnis der etablierten Parteien, den ersten Mai als Feier- und Volksfesttag und keinesfalls als Kampftag zu begehen, unterstrich.&lt;br class='autobr' /&gt;
Wir von RIO waren auch anwesend und verteilten unsere Flugschrift w&#228;hrend der Demo. Au&#223;erdem mobilisierten wir auf unsere Veranstaltung zur Rolle der Frauen in den Aufst&#228;nden in Nordafrika und im Nahen Osten am Samstag, den 7.Mai, um 17 Uhr im Cabi. Was sich dieses Jahr wieder klar zeigte, war das Fehlen eines klassenk&#228;mpferischen Blocks. Es darf nicht sein, dass dieser Tag den Gewerkschaften und linksb&#252;rgerlichen Parteien &#252;berlassen wird!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von Michael Lender, RIO, St. Gallen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Buenos Aires: Die Gewerkschaftsb&#252;rokratie mit der Regierung, die revolution&#228;re Linke mit den ArbeiterInnen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Buenos Aires gab es zum Internationalen ArbeiterInnenkampftag zwei Hauptveranstaltungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon am Freitag fand eine Demonstration des Gewerkschaftsbundes CGT mit 300.000 TeilnehmerInnen statt, auf der der Gewerkschaftsf&#252;hrer Hugo Moyano seine Unterst&#252;tzung f&#252;r die aktuelle Regierung von Cristina Fern&#225;ndez de Kirchner betonte und um Pl&#228;tze auf der Wahlliste der Regierungspartei bei den kommenden Wahlen bat. Weiterhin sagte er, dass der 1. Mai &#8220;fr&#252;her ein Tag des Kampfes war, bevor er ein Tag der Freude wurde und mit der heutigen Regierung ein Tag des Dankes ist.&#8221; Mehrere Regierungsmitglieder sowie VertreterInnen des UnternehmerInnenverbandes UIA waren ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Gegensatz zu diesem unverhohlenen Beispiel von Klassenkollaboration feierte die k&#252;rzlich gegr&#252;ndete Wahlfront &#8220;Frente de Izquierda y de los Trabajadores&#8221; (&#8221;Front der Linken und der ArbeiterInnen&#8221;, FIT), zusammengesetzt aus den trotzkistischen Parteien Partido de los Trabajadores por el Socialismo (PTS), Partido Obrero (PO) und Izquierda Socialista (IS), den &#8220;Internationalistischen Ersten Mai der ArbeiterInnen&#8221; als einen Tag des Kampfes und der internationalen Solidarit&#228;t. Der wichtigste Platz von Buenos Aires, der Plaza de Mayo, war gef&#252;llt mit zehntausenden Menschen, die die M&#228;rtyrerInnen von Chicago ehrten, die vor fast 125 Jahren f&#252;r den 8-Stunden-Arbeitstag k&#228;mpften. In seiner Rede erkl&#228;rte Christian Castillo, PTS-Sprecher und Vizepr&#228;sidentschaftskandidat der FIT, dass &#8220;die Einheit in der Wahlkampagne auf dem Prinzip der Klassenunabh&#228;ngigkeit und einer klaren anti-UnternehmerInnen-, ArbeiterInnen- und sozialistischen Antwort&#8221; auf die weltweite kapitalistische Krise basiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne stellten sie dem aktuellen pro-kapitalistischen Gewerkschafts-&#8221;Modell&#8221; der CGT ihr eigenes, antib&#252;rokratisches, antikapitalistisches Modell des &#8220;Sindicalismo de base&#8221; (also einer Basisgewerkschaftsbewegung) entgegen und forderten das Ende der Repression und der Verfolgung von AktivistInnen, das Ende der Prekarisierung und einen Mindestlohn, der den durchschnittlichen Konsumausgaben einer Familie entspricht. Als ein Zeichen des Internationalismus und der Solidarit&#228;t f&#252;r die Revolutionen im arabischen Raum forderte die FIT das Ende der imperialistischen Intervention in Libyen und trat f&#252;r das Recht der arabischen Massen ein, ihre Diktatoren selbst zu st&#252;rzen.&#8221;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;von Stefan Schneider, RIO, Buenos Aires&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
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		<title>F&#252;r einen internationalistischen 1. Mai im Zeichen des arabischen Fr&#252;hlings! </title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Fur-einen-internationalistischen-1-Mai-im-Zeichen-des-arabischen-Fruhlings</link>
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		<dc:date>2011-05-07T05:40:57Z</dc:date>
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		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>
		<dc:subject>La Primavera &#193;rabe</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>
		<dc:subject>Mundo &#193;rabe</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Nach &#252;ber 120 Jahren hat der 1. Mai als internationaler Kampftag der ArbeiterInnenklasse weder an Bedeutung noch an Notwendig-keit eingeb&#252;&#223;t. Denn die Weltwirtschaftskrise, die mit dem Zusam-men-bruch der Bank &#8222;Lehman Brothers&#8220; im September 2008 offen zutage trat, befindet sich mittlerweile im dritten Jahr.&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/1o-de-Mayo-2011-363" rel="directory"&gt;1&#186; de Mayo | 2011&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/La-Primavera-Arabe" rel="tag"&gt;La Primavera &#193;rabe&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;, 
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		</description>


 <content:encoded>&lt;img src='https://www.ft-ci.org/local/cache-vignettes/L150xH123/arton3900-eb52f.png?1693966938' class='spip_logo spip_logo_right' width='150' height='123' alt=&#034;&#034; /&gt;
		&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Nach &#252;ber 120 Jahren hat der 1. Mai als internationaler Kampftag der ArbeiterInnenklasse weder an Bedeutung noch an Notwendigkeit eingeb&#252;&#223;t. Denn die Weltwirtschaftskrise, die mit dem Zusammenbruch der Bank &#8222;Lehman Brothers&#8220; im September 2008 offen zutage trat, befindet sich mittlerweile im dritten Jahr. W&#228;hrend die KapitalistInnen wieder Rekordprofite verzeichnen, zerschlagen Sparpakete die l&#246;hne, Renten und Arbeitspl&#228;tze der ArbeiterInnenklasse weltweit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Anstieg der Rohstoffpreise f&#252;hrt zur Verteuerung der Lebensmittel. Dadurch wurden in der arabischen Welt Aufst&#228;nde und revolution&#228;re Prozesse in Gang gesetzt, die in Tunesien und &#196;gypten zum Sturz von verhassten Diktatoren gef&#252;hrt haben. Millionen ArbeiterInnen und Jugendliche traten diesen Diktaturen in offenem Kampf entgegen. Ben Ali und Mubarak wurden gest&#252;rzt und das Feuer der Revolution breitet sich zunehmend &#252;ber die gesamte arabische Welt aus. In Syrien, Jemen, Bahrain, Saudi-Arabien, Libyen und weiteren l&#228;ndern zittern die Herrscher und, hinter ihnen, ihre westlichen StrippenzieherInnen. Die ImperialistInnen, vereint in der NATO, versuchen, die revolution&#228;ren Prozesse unter dem verlogenem und scheinheiligen Vorwand einer &#8222;humanit&#228;ren Intervention&#8220; zu unterbinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Trotz demokratischer Illusionen bei Vielen, zeigt sich immer deutlicher, dass auch die b&#252;rgerliche Demokratie die dringendsten Probleme der Massen nicht l&#246;sen kann. So verbietet heute die &#8222;demokratische&#8220; Milit&#228;rjunta &#196;gyptens Streiks und Proteste und stemmt sich mit ganzer Kraft gegen die Organisationsfreiheit. Nur ein Programm, das die Reicht&#252;mer der arabischen Welt den imperialistischen Gro&#223;m&#228;chten entrei&#223;t und der arbeitenden Bev&#246;lkerung &#252;bergibt, kann die Forderungen nach Freiheit, Arbeit und besseren Lebensbedingungen erf&#252;llen. Kurz: nur ein Programm, das die ArbeiterInnenklasse bef&#228;higt, die demokratische Revolte zu einer sozialen Revolution zu entwickeln, nur ein Programm der permanenten Revolution, kann auch zum Sieg f&#252;hren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch in Deutschland versucht die KapitalistInnenklasse die Kosten der Wirtschaftskrise auf die Lohnabh&#228;ngigen abzuw&#228;lzen. Die Leiharbeit steigt rasant. JedeR vierte Lohnabh&#228;ngige lebt von einem Mini-Job. Die Inflation frisst die mickrigen Lohnerh&#246;hungen, die die Gewerkschaftsb&#252;rokratie ausgehandelt hat. Selbst die Lohnabschl&#252;sse in diesem Jahr werden die Kaufkraft der ArbeiterInnen nicht steigern &#8211; und das mitten im Aufschwung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In vielen Teilen der Welt, aber auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts, sind Millionen Besch&#228;ftigte gezwungen, mehr als jene acht Stunden am Tag zu arbeiten, f&#252;r die infolge des 1. Mai 1886 die M&#228;rtyrer von Chicago starben. Deshalb ist es notwendiger denn je, dass die ArbeiterInnenklasse sich wieder eine klassenk&#228;mpferische und internationalistische Strategie zu eigen macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die historische Erfahrung zeigt, dass die ArbeiterInnenklasse die Versuche des Kapitals, die Krise auf ihre Schultern abzuladen, nicht ohne Widerstand hinnehmen wird. Sie zeigt uns aber auch, dass, wenn die ArbeiterInnenklasse &#252;ber keine revolution&#228;re F&#252;hrung verf&#252;gt, die Energie der Massen verdampft, weil die F&#252;hrung in den H&#228;nden derjenigen liegt, die die Klassenvers&#246;hnung mit dem Kapital suchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;N&#246;tig ist deshalb eine starke revolution&#228;r-marxistische Organisation, die den Angriffen des Kapitals den Klassenkampf entgegensetzt und der Sozialpartnerschaftsstrategie der Gewerkschaftsf&#252;hrungen ein revolution&#228;r-marxistisches Programm gegen&#252;berstellt. Dieses Programm m&#252;ssen wir nicht neu erfinden. Es ist schon vorhanden im &#204;bergangsprogramm der Vierten Internationale, die die wichtigsten Erfahrungen der ArbeiterInnenbewegung zu einer Strategie f&#252;r ihren Sieg geschmiedet hat. F&#252;r uns revolution&#228;re ArbeiterInnen und Jugendliche besteht heute die Aufgabe, die Lehren der vergangenen Siege und Niederlagen mit den heutigen K&#228;mpfen zu verbinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Aufgabe kann niemals auf nationaler Ebene, sondern muss international gel&#246;st werden. Das ist der Sinn des Kampfes f&#252;r eine Weltpartei der sozialen Revolution, den schon Leo Trotzki mit der Gr&#252;ndung der Vierten Internationale vorantrieb. Wir von RIO und der Gruppe Internationaler Klassenkampf (FT-CI) wollen zur Schaffung einer solchen Organisation beitragen. Wir rufen alle revolution&#228;ren ArbeiterInnen und Jugendlichen dazu auf, gemeinsam diesen Kampf zu f&#252;hren!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;F&#252;r permanente Revolution in den arabischen l&#228;ndern und weltweit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den Wiederaufbau der Vierten Internationale!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br class='autobr' /&gt;
//Revolution&#228;re Internationalistische Organisation, RIO (deutsche Sektion)&lt;br&gt;
//Internationaler Klassenkampf (Trotzkistische Fraktion &#8211; Vierte Internationale, FT-CI)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Revolution&#228;rer Wind aus dem Arabischen Fr&#252;hling </title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Revolutionarer-Wind-aus-dem-Arabischen-Fruhling</link>
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		<dc:date>2011-03-09T15:34:37Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Medio Oriente</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Mujer</dc:subject>
		<dc:subject>Noticias</dc:subject>
		<dc:subject>La Primavera &#193;rabe</dc:subject>
		<dc:subject>Mundo &#193;rabe</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;&#8222;Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bess'rer Tag.&lt;br&gt;
Die Frauen die sich wehren, wehren aller Menschen Plag.&lt;br&gt;
Zu Ende sei, da&#223; kleine Leute schuften f&#252;r die Gro&#223;en.&lt;br&gt;
Her mit dem ganzen Leben: Brot und Rosen!&#8220;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Medio-Oriente" rel="tag"&gt;Medio Oriente&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Mujer" rel="tag"&gt;Mujer&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Noticias" rel="tag"&gt;Noticias&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/La-Primavera-Arabe" rel="tag"&gt;La Primavera &#193;rabe&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Mundo-Arabe" rel="tag"&gt;Mundo &#193;rabe&lt;/a&gt;

		</description>


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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Komm zum B&#252;ndnis zur Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in der arabischen Welt! </title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Komm-zum-Bundnis-zur-Solidaritat-mit-den-Aufstanden-in-der-arabischen-Welt</link>
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		<dc:date>2011-03-06T09:31:31Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Medio Oriente</dc:subject>
		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Solidaridad Internacional</dc:subject>
		<dc:subject>La Primavera &#193;rabe</dc:subject>
		<dc:subject>Mundo &#193;rabe</dc:subject>

		<description>&lt;p&gt;Komm zum B&#252;ndnis zur Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in der arabischen Welt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir, GenossInnen der Trotzkistischen Fraktion-Vierte Internationale in Deutschland, beteiligen uns in all unseren nationalen Gruppen an der Solidarit&#228;tsbewegung mit der Arbeiterklasse und den Massen in der arabischen Welt. Somit wollen im Rahmen unserer M&#246;glichkeiten zum Sieg dieser Prozesse beitragen.&lt;/p&gt;

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&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Articulos-en-aleman" rel="directory"&gt;Art&#237;culos en alem&#225;n&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Medio-Oriente" rel="tag"&gt;Medio Oriente&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Solidaridad-Internacional" rel="tag"&gt;Solidaridad Internacional&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/La-Primavera-Arabe" rel="tag"&gt;La Primavera &#193;rabe&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Mundo-Arabe" rel="tag"&gt;Mundo &#193;rabe&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Komm zum B&#252;ndnis zur Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in der arabischen Welt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir, GenossInnen der Trotzkistischen Fraktion-Vierte Internationale in Deutschland, beteiligen uns in all unseren nationalen Gruppen an der Solidarit&#228;tsbewegung mit der Arbeiterklasse und den Massen in der arabischen Welt. Somit wollen im Rahmen unserer M&#246;glichkeiten zum Sieg dieser Prozesse beitragen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die tunesischen und &#228;gyptischen Arbeiter und Arbeiterinnen und die Jugend haben dem Rest der Welt gezeigt, dass es trotz harter Repression und Unterdr&#252;ckung m&#246;glich ist, sich von Regimes zu befreien. Die revolution&#228;ren Prozesse in der arabisch-muslimischen Welt zeigen, dass wir uns gegen die kapitalistische Misere wehren k&#246;nnen. Die imperialistische Einmischung des Westens in Absprache mit den einheimischen herrschenden Klassen hat nichts als Elend in der Region gebracht und sich seit der Weltwirtschaftskrise noch verschlimmert, Deutschland spielt dabei eine zentrale Rolle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deswegen wollen wir als Teil unserer internationalen Str&#246;mung hier in Deutschland mit der Gruppe &#8222;Internationaler Klassenkampf&#8220; all unsere bescheidenen Kr&#228;fte f&#252;r die internationalistische Solidarit&#228;t zur Verf&#252;gung stellen und eine gro&#223;e und starke Bewegung mitzuformen, die gegen den deutschen Imperialismus und f&#252;r die Revolutionen in der arabischen Welt einsteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Sinne sind wir vom &#8222;Internationaler Klassenkampf&#8220; zusammen mit Genossen von mehreren Organisationen der deutschen und arabischen Linken in Berlin Teil eines B&#252;ndnisses, dass die Kr&#228;fte zur Soli-Arbeit b&#252;ndeln m&#246;chte und somit auch Euch einl&#228;dt an dem n&#228;chsten Treffen teilzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;B&#252;ndnis zur Solidarit&#228;t mit den Aufst&#228;nden in der arabischen Welt&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
Mittwoch, 9. M&#228;rz um 19:00 Uhr &lt;br class='autobr' /&gt;
Nachbarschaftshaus: Urbanstr.44, 2.Stock &lt;br class='autobr' /&gt;
Berlin&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>F&#252;r einen Fr&#252;hling des Klassenkampfes</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Fur-einen-Fruhling-des-Klassenkampfes</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.ft-ci.org/Fur-einen-Fruhling-des-Klassenkampfes</guid>
		<dc:date>2011-03-05T15:01:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Movimiento Obrero</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Das Jahr 2011 fing mit einer Welle von Aufst&#228;nden und Mobilisierungen der Arbeiter und unterdr&#252;ckten Massen an. Das Zentrum dieser Massenbewegungen liegt in der arabischen und muslimischen Welt. Der revolution&#228;re Prozess in &#196;gypten ist die erste &#252;berw&#228;ltigende Antwort der Arbeiter und verarmten Massen auf die internationale Kapitalismuskrise und gleichzeitig der H&#246;hepunkt eines weitl&#228;ufigeren Prozesses, der in Tunesien begonnen und sich jetzt wie ein Lauffeuer auf ganz Nordafrika und andere (&#8230;)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Perspektiven-fur-den-revolutionaren-Prozess-in-Agypten-nach-Mubarak,242" rel="directory"&gt;Perspektiven f&#252;r den revolution&#228;ren Prozess in &#196;gypten nach Mubarak&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Movimiento-Obrero" rel="tag"&gt;Movimiento Obrero&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Das Jahr 2011 fing mit einer Welle von Aufst&#228;nden und Mobilisierungen der Arbeiter und unterdr&#252;ckten Massen an. Das Zentrum dieser Massenbewegungen liegt in der arabischen und muslimischen Welt. &lt;br class='autobr' /&gt;
Der revolution&#228;re Prozess in &#196;gypten ist die erste &#252;berw&#228;ltigende Antwort der Arbeiter und verarmten Massen auf die internationale Kapitalismuskrise und gleichzeitig der H&#246;hepunkt eines weitl&#228;ufigeren Prozesses, der in Tunesien begonnen und sich jetzt wie ein Lauffeuer auf ganz Nordafrika und andere arabischen l&#228;nder ausgebreitet. Millionen sind auf den Stra&#223;en um ihre eigenen Diktaturen oder korrupten und pro-imperialistischen Regime herauszufordern und wir sind mit den arabischen Gruppen in Berlin auf der Stra&#223;e um uns solidarisch zu zeigen.&lt;br class='autobr' /&gt;
Rund um diese gro&#223;en Bewegungen gibt es jedoch K&#228;mpfe, die es genauso wie die Arbeiter und die Jugend in der arabischen Welt satt sind, die Kosten der Wirtschaftskrise auszubaden. Mit dem Generalstreiks in Guadalupe 2009, den Mobilisationen und Streiks in Griechenland 2010 und dem Widerstand der Arbeiter und Gymnasialsch&#252;ler gegen die Reform des Rentensystems von Sarkozy in Frankreich scheint sich der Anfang einer Welle von Klassenk&#228;mpfen anzuk&#252;ndigen. Die Besch&#228;ftigten des US-Bundesstaates Wisconsin gehen angesichts der angek&#252;ndigten Sparmassnahmen der Regierung aktuell f&#252;r ihre Arbeitsrechte auf die Stra&#223;e und halten sogar das Capitol besetzt. Dabei rufen sie &#8222;Walk like an Egiptian&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die weltweite Solidarit&#228;t mit den revolution&#228;ren Prozessen und ihre k&#228;mpferische Beispielfunktion, die uns allen Mut macht laufen in Deutschland parallel zu den Tarifrunden des Jahres 2011. Die Lohnabh&#228;ngigen in Deutschland gehen auch wieder auf die Stra&#223;en und legen die Produktion kurzfristig lahm, um ihren Forderungen Druck zu verleihen, wie die Lokf&#252;hrer oder die Besch&#228;ftigte der Telekom. Sie f&#252;rchten zu Recht, wie viele andere, nicht &#252;ber die Runden kommen zu k&#246;nnen und mit Hartz IV aufstocken zu m&#252;ssen. Denn die Wirtschaftskrise und die von der deutschen Kapitalistenklasse und ihrer Regierungen getroffenen Ma&#223;nahmen zur Rettung von Banken und Gro&#223;konzernen wurden auf Kosten der Lohnabh&#228;ngigen und Armen vorerst &#252;berstanden. Die dramatischen Folgen in sozialer Hinsicht sind jedoch un&#252;bersehbar: Lohndruckerei, Prekarisierung, Leiharbeit, soziale Unsicherheit, Armut. Viele Menschen sind deshalb zu Recht sehr w&#252;tend. Die Legitimation von politischen Entscheidungen seitens der Herrschenden wird deshalb von immer mehr Menschen angezweifelt. Dies m&#252;ndet zunehmend auch in direkte Aktionen, wie im Falle von Stuttgart 21 oder der Antiatombewegung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass diese Proteste von Wasserwerfern made in Germany unterdr&#252;ckt werden, sowie in &#196;gypten und weitere arabischen l&#228;ndern auch mit deutschen Waffen gegen die Demonstranten vorgegangen wird. Genauso bemerkenswert ist die Tatsache, dass w&#228;hrend in &#196;gypten die Milit&#228;rregierung die Arbeiter auffordert den Protest aufzugeben und die Arbeit wieder aufzunehmen - denn es gehe ja schlie&#223;lich um den Wohle &#196;gyptens &#8211; fordern auch in Deutschland Regierungsvertreter und Konzernmanager der DB die Lockf&#252;hrer auf, die Warnstreiks zu beenden. Dabei sind selbst die Gewerkschaftsb&#252;rokraten des DGB bereit moderate Lohnforderungen aufzustellen um den &#8222;Aufschwung&#8220; nicht zu gef&#228;hrden, um den &#8222;Standort Deutschland&#8220; nicht zu gef&#228;hrden. Aber nicht nur das: sie vermeiden es auch die verschiedenen stattfindenden Arbeitsk&#228;mpfe zu koordinieren, geschweige denn zu einem Generalstreik aufzurufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deswegen besteht die Aufgabe f&#252;r die Avantgardesektoren heute darin, f&#252;r eine Einheit der Proteste und des Widerstandes zu k&#228;mpfen. Das Ziel sollte eine gro&#223;e Bewegung sein, die keine Illusionen mehr in die Sozialpartnerschaft hegt, einen Generalstreik anstrebt und gegen die Misere durch die Kapitalismuskrise hier und weltweit einsteht: Wir m&#252;ssen uns aktiv an den Solidarit&#228;tsk&#228;mpfen der arabischen Welt beteiligen, indem wir hier und jetzt auf der Stra&#223;e, in unseren Betrieben und unseren Universit&#228;ten ihrem Beispiel folgen und nicht hinnehmen, welche miserablen Tarife, l&#246;hne und Bedingungen uns die Kapitalisten aufdiktieren: Strike like an Egyptian!&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Vor dem gr&#246;&#223;ten Lokf&#252;hrerstreik der Geschichte 2.0?</title>
		<link>https://www.ft-ci.org/Vor-dem-grossten-Lokfuhrerstreik-der-Geschichte-2-0,3636</link>
		<guid isPermaLink="true">https://www.ft-ci.org/Vor-dem-grossten-Lokfuhrerstreik-der-Geschichte-2-0,3636</guid>
		<dc:date>2011-03-05T15:00:49Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>FT-CI Deutschland</dc:creator>


		<dc:subject>Europa</dc:subject>
		<dc:subject>Alemania</dc:subject>

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-
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Perspektiven-fur-den-revolutionaren-Prozess-in-Agypten-nach-Mubarak,242" rel="directory"&gt;Perspektiven f&#252;r den revolution&#228;ren Prozess in &#196;gypten nach Mubarak&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Europa" rel="tag"&gt;Europa&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://www.ft-ci.org/Alemania" rel="tag"&gt;Alemania&lt;/a&gt;

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